Das Spiel in Elversberg: Die Saarbrücker Sicht

Wie gestern bereits angekündigt, erscheint heute das zweite Interview zum morgen stattfindenden Duell SV 07 Eversberg versus 1. FC Saarbrücken. Nachdem Norbert Wolf als Stadionsprecher der SVE seine Sicht auf das Spiel und die beiden teilnehmenden Vereine vertreten hat, richtet sich das Augenmerk heute auf die Einstellungen und Gedanken eines Saarbrücker Fans bezüglich des morgigen Aufeinandertreffens. Dazu stand uns Suzanne Obert, FCS-Exilantin und Gewinnerin im Adventsgewinnspiel des Blau-Schwarzen Blogs, Rede und Antwort:

Wie würdest du selbst dein Verhältnis zum FCS beschreiben?

Obert: Unerbittliche, unbelehrbare, unverbesserliche Liebe. Wie alle FCS-Fans, die ich kenne, besitze ich ein großes Maß an Leidens-, aber ein mindestens ebenso großes Maß an Begeisterungsfähigkeit. Beide Emotionen bedient der Verein wie kein anderer. Der FCS ist ein bisschen wie das Saarland: ein kleiner Außenseiter, bodenständig, stur, beharrlich, muss immer kämpfen, aber lässt sich nicht unterkriegen.

Wie bist du zum FCS gekommen?

Obert: Meine Mutter war Saarländerin, also bin ich es auch. Seit etwa 13 Jahren bin ich Fan. Auch wenn ich bei Frankfurt lebe und viele Auswärtsspiele näher liegen als Heimspiele. Die noch echte Fußball-Atmosphäre im uralten Ludwigspark, die blöden Sprüche und Kommentare im Stadion, das gehört alles dazu.

Wie beurteilst du die FCS-Krise der letzten Jahre? Ist der Verein auf dem richtigen Weg?

Obert: Tja. Hättest du das mal vor der Mitgliederversammlung gefragt… Der FCS hat in den letzten Jahren viel verkehrt gemacht, aber besonders in jüngster Zeit auch vieles richtig. Er hat versucht, sich in seinen Strukturen professioneller aufzustellen, auch bei der Nachwuchsarbeit. Beim FCS geht oft vieles zwei Schritte vor, einen zurück. Grundsätzlich sehe ich die Entwicklung positiv.

Wie beurteilst du die Transferpolitik des FCS in diesem Winter?

Obert: Sich in der Winterpause jüngere gute Spieler vorzeitig  zu sichern, die Verträge mit Wegner, Hahn, Döringer, Meyerhöfer zu verlängern, ist perspektivisch sicher ein guter Schritt.

Wie beurteilst du die Transferpolitik der SVE in diesem Winter?

Obert: Dazu kann ich wenig sagen.

Was sagst du zu den Vorwürfen, die SVE sei ein von der Holzerfamilie aufgeblasener, traditionsloser Dorfverein?

Obert: Schön gesagt. Wer von den Spielern wusste denn vor seiner Verpflichtung, wo Elversberg liegt? Gäbe es den Verein ohne Ursapharm noch?

Nimmst du die Entwicklung der Elversberger Fanszene ernst?

Obert: Geht so. Wenn von der SVE-Fanszene die Rede ist, geht es immer um einen Kleinbus.

Wie groß siehst du die Chancen, am Ende auf dem Relegationsplatz zu stehen und wie würdest du anschließend die Chancen in den Relegationsspielen einschätzen?

Obert: Es kommt darauf an, welchen Start wir jetzt hinlegen. Ich denke, es ist möglich. Und als FCS-Fan glaube ich natürlich auch daran. Und in den Relegationsspielen ist dann eh alles drin – scheitern oder aufsteigen. Man kann ja noch nicht absehen, zu welchen Begegnungen es dann kommen würde.

Ist das Spiel in Elversberg für dich ein Derby, wie es von den regionalen Medien propagiert wird?

Obert: Nein, Gegner in traditionellen Regionalderbys sind für mich Homburg oder früher auch Neunkirchen gegen Saarbrücken.

Freust du dich auf das Spiel gegen die SVE?

Obert: Ja, klar. Es geht endlich wieder los.

Wie würdest du dein Verhältnis zur SVE beschreiben?

Obert: Ich habe keins.

Wen würdest du dir am Ende der Saison auf den ersten beiden Plätzen der Regionalliga Südwest wünschen?

Obert: Natürlich den FCS. Wer mit dabei ist, ist dann egal.

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