Das Ziel vor Augen

Ein einfacher Sieg hat gereicht: Der FCS steht vor dem Erreichen der Aufstiegsspiele zur dritten Liga. Zwei Siege in den ausstehenden drei Spielen reichen – dann darf der FCS dem Meister der Regionalliga Bayern in zwei entscheidenden Begegnungen die Stirn bieten. Dass es zu dieser Situation kam, dazu trugen sowohl eine sehr ordentliche Leistung der Saarbrücker gegen Kassel bei als auch die voranschreitende Krise des ärgsten Verfolgers aus Elversberg. In der momentanen Formkrise muss die SVE sogar in den Rückspiegel schauen, wo sich die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern herangepirscht hat.

Dass es nach drei sieglosen Spielen in Kaiserslautern, gegen Trier und in Offenbach endlich wieder zu einem Dreier reichte, lag an einer sehr konzentrierten Abwehrleistung, an einem Formanstieg bei Matthew Taylor und Sven Sökler und an gelungenen Schachzügen von Trainer Fuat Kilic.

Mehr als einmal wurde ihm in den vergangenen Wochen vorgeworfen, durch häufige Wechsel in der Startaufstellung für Unruhe zu sorgen. Die Schlappe gegen Trier hatte er mit zu verantworten, weil er Abwehrchef Peter Chrappan ohne nach außen hin ersichtliche Gründe auf der Bank ließ und die vormals sichere Innenverteidigung auseinanderriss. Gegen Kassel nun war Chrappan gesperrt, Kilic musste erneut umstellen. Statt der in vergleichbaren Fällen üblichen Variante Schäfer-Hahn, die gegen Trier nicht gerade eingespielt wirkte, zog er Daniel Döringer aus dem defensiven Mittelfeld eine Reihe zurück und setzte stattdessen Steffen Schäfer auf der Döringer-Position ein. Mit Erfolg: Döringer organisierte die Viererkette mit Bravour, während Schäfer auch dank seiner Schnelligkeit als Balljäger und Abräumer im Mittelfeld überzeugte.

Endlich versprühte auch die Offensivabteilung wieder ein wenig Glanz. Nach äußerst spröden Leistungen in den Vorwochen war man zwar noch immer längst nicht in Bestform, doch vor allem das Führungstor von Taylor zeigte das Potential im Saarbrücker Angriff. Der immer stärker werdende Marco Meyerhöfer durchquerte scheinbar widerstandslos die gesamte Kasseler Spielhälfte und brachte den Ball schließlich flach zum schon in Offenbach belebend wirkenden Marius Willsch. Und nun ging es schnell: Direkt legte Willsch den Ball zurück zu Sökler, der ebenfalls direkt weiter zu Matthew Taylor – der Routinier hatte keine Mühe, den Ball lässig über den Torwart hinweg ins Netz zu lupfen. Der FCS spielte in dieser Situation einfach zu schnell für die Gäste aus Hessen.

Vorwerfen muss man dem Team höchstens, dass es in der zweiten Hälfte zu bieder auf Ergebniskontrolle spielte. Dank der Walldorfer Schützenhilfe war die Stimmung im weiten Rund des Ludwigsparks trotzdem prächtig, das Geschehen auf dem Rasen spielte in den zweiten 45 Minuten nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Aufmerksamkeit konzentrierte sich auf Smartphones und Liveticker – Konkurrent Elversberg verspielte zeitgleich gerade eine 2:0-Halbzeitführung.

Schon am Mittwoch geht es weiter für Kilic und sein Team: Eine Reise nach Pirmasens steht an, dort ist man bei der Mannschaft der Stunde zu Gast. 12 Punkte aus fünf Spielen stehen für die Pfälzer zu Buche, die deshalb mit breiter Brust ins Duell mit dem FCS gehen. Um die komfortable Ausgangsposition im Kampf um den Einzug in die Relegation zu sichern, ist ein Saarbrücker Sieg Pflicht. Unter Umständen könnte die Entscheidung dann schon am vergangenen Wochenende fallen, ohne Eingreifen des FCS. Dann nämlich, wenn am Mittwoch ein Sieg gelingt, Elversberg gegen Hoffenheim verliert und Kaiserslautern sein Auswärtsspiel in Kassel nicht gewinnt.

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