Wie im Traum

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Wer hätte das gedacht? Eine Frage mit vielen Dimensionen, wenn man derzeit an den 1. FC Saarbrücken denkt. Wer hätte nach dem Spiel gegen Trier gedacht, dass der FCS zwei Spieltage vor Schluss die Relegation sicher erreicht hat? Wer hätte zum Ende der letzten Saison gedacht, dass Fuat Kilic allen Kritikern zum Trotz sportlich erfolgreich arbeiten wird? Wer hätte zu Saisonbeginn  gedacht, dass Marco Meyerhöfer sich schon bald zum vielleicht wichtigsten, sicher aber zukunftsorientiertesten Neueinkauf des letzten Sommers entwickeln wird? 

Es scheint derzeit alles wie im Märchen. Der FCS liefert in Pirmasens das emotionalste Saisonspiel ab, Zuschauer, Spieler und Verantwortliche rasten kollektiv aus. Konkurrent Elversberg definiert den Begriff der Krise neu und konzentriert sich von nun an lieber auf den Saarlandpokal. Und natürlich auf die „unverbesserlichen Saarbrücker Assis“, die sich erdreisten, im Gästeblock der Ursapharm-Arena den erneuten Patzer des Rivalen zu feiern. Vollkommen friedlich wohlgemerkt. Dann schafft die U19 des Vereins tatsächlich den Husarenritt, den Abstieg aus der Bundesliga zu vermeiden. Überwältigender Kampfgeist, untrennbarer Zusammenhalt und im entscheidenden Moment dann auch mal das berühmte Quäntchen Glück lassen den Traum von der Bundesliga für den jüngeren Jahrgang der Mannschaft im nächsten Jahr weitergehen. Ausnahmslos jeder Beteiligte hat sich nach dieser genialen Saison ganz großen Lob verdient.

Doch zurück zu den Profis: Der Druck ist nun erst einmal dahin, die Spannung muss aber dringend hoch gehalten werden. Was passiert, wenn man Spiele abschenkt und sich auf das vermeidlich Wichtige konzentriert, zeigt derzeit eindrucksvoll der FC Bayern. Deshalb sollte man die verbleibenden beiden Spiele gegen Neckarelz und in Worms angehen, als ginge es um den Aufstieg. Keine Experimente, mentale und physische Fokussierung. Dann ist Würzburg schlagbar, der finanzstarke Meister der Regionalliga Bayern. Andernfalls wird es ganz, ganz schwer.

Die Vorfreude im Umfeld ist groß: Zwei K.O.-Spiele stehen an. Zwei Spiele, in denen über eine ganze Saison entschieden wird. Kein sonderlich gerechtes System, doch derzeit nun einmal Stand der Dinge. Auf ausreichende Unterstützung darf sich der FCS gefasst machen, Karten für das Rückspiel sind heiß begehrt. Bisher gibt es keinerlei Infos vom Veranstalter in Würzburg, doch es ist davon auszugehen, dass mehr Saarbrücker nach Bayern reisen als schlussendlich im Stadion stehen oder sitzen werden. Immer in der Hoffnung, nach Schlusspfiff den direkten Wiederaufstieg feiern zu dürfen und in die dritte Liga zurückzukehren.

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