Ein Abschied mit Wehmut

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Es ist so weit: Der letzte Spieltag im deutschen Profifußball steht vor der Tür. Danach werden sich noch einige Mannschaften in Relegationsspielen verdingen, Finals stehen an. Die Besten der Besten werden in verschiedenen Wettbewerben gekürt. Doch zunächst einmal ist Pflichtprogramm angesagt. Denn auch Pflicht kann Kür sein, das zeigen Beispiele wie Paderborn, ein Verein, dessen Zeit in der Bundesliga von allen Beteiligten als das höchste der Gefühle empfunden wird. Ein Verein, der alles dafür tun wird, ein weiteres Jahr in der Bundesliga ranzudürfen. Für diese Paderborner ist der 34. Spieltag der Saison 2014/2015 viel mehr als nur Pflichtprogramm.

Doch naturgemäß verabschiedet sich an einem 34. Spieltag nicht nur eine Saison in die Sommerpause. Spieler machen Urlaub, Fans stehen vor Wochenenden, die es ohne König Fußball zu füllen gilt. Manager und Trainer planen mit Hochdruck die kommende Saison. Und manch einer muss auf Dauer Tschüss sagen, verabschiedet sich nicht nur in die Pause, sondern von der großen Bühne. Dazu gehört Steven Gerrard, der Held vom FC Liverpool. Und dazu gehören auch in Deutschland in diesem Jahr überdurchschnittlich viele verdiente Spieler.

In vielen Stadien werden am morgigen Samstag große Emotionen losgetreten werden. In München freut man sich über die 25. gewonnene Meisterschaft, am Tabellenkeller könnte der Abstieg in Hamburg, Stuttgart, Hannover, Freiburg, Paderborn oder Berlin beweint werden. Ausgang ungewiss, Spannung garantiert. Doch auch in Dortmund, Leverkusen, Mainz oder Gladbach könnte das ein oder andere Tränchen rollen, und zwar abseits des Geschehens auf dem Rasen.

Fast die Hälfte aller Bundesligaklubs muss in diesem Sommer verdiente Führungsspieler, absolute Identifikationsfiguren in die fußballerische Rente entlassen. Vereinsikonen wie Sebastian Kehl, Simon Rolfes, Philip Daems oder Nicolce Noveski betreten zum letzten Mal in der Rolle eines Spielers den grünen Rasen, werden von den Fans emotional verabschiedet werden. Und sie sind nicht die Einzigen: Auch Claudio Pizzaro und Thorben Marx werden zum letzten Mal in der Bundesliga auflaufen. Einige von ihnen planen, ihre Karriere in exotischeren Bereichen dieser Welt ausklingen zu lassen. Andere werden sich direkt ihrer Karriere nach der Karriere widmen.

Die Bundesliga verlassen damit Marken, Spieler, die erfolgreiche Zeiten nicht nur miterlebt, sondern geprägt haben. Es ist der Lauf der Dinge. Für die Fans ist das mit Emotionen verbunden, für die Spieler sicherlich noch mehr. Doch nicht nur ein Ende wird morgen eingeleitet, sondern auch ein Neubeginn. Vermutlich wird es gar nicht so lange dauern, bis wir die Namen Kehl oder Rolfes wieder im Kicker lesen, dann geht es aber um Tätigkeiten abseits des Fußballplatzes.

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