Rückstand zur Halbzeit

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Halbzeit. 90 Minuten sind gespielt zwischen dem 1. FC Saarbrücken und den Kickers aus Würzburg. Das Hinspiel im Saarbrücker Ludwigspark fand gestern Abend statt, der FCS musste sich dem FWK knapp geschlagen geben. Ein Rückschlag, keinesfalls aber der K.O. Dafür präsentierte sich der FCS viel zu kämpferisch.

Daniel Döringer, Matthew Taylor, Felix Luz, Alexander Hahn, Peter Chrappan, Dennis Wegner und Marius Willsch. Sieben Spieler, sie alle hätten den FCS mit einem Tor belohnen können. Willsch und Döringer dabei sogar mehrfach. Knapp zehn Großchancen waren auf Saarbrücker Seite zu zählen, genutzt wurde eine davon. In der Schlussminute. Und der reguläre Treffer wurde nicht anerkannt von Schiedsrichter Sven Jablonski. Weil die Situation noch heiß war, hielten sich die Proteste in Grenzen, erst nach dem Schlusspfiff stürmten Saarbrücker Spieler auf den Unparteiischen zu, Felix Luz holte sich dabei noch die gelbe Karte ab. 

Sicher, das Tor wäre enorm wichtig gewesen. Es hätte die Ausgangsposition des FCS erheblich verbessert. Doch der Schiedsrichter hat den Ball nicht hinter der Torlinie gesehen und der Stand der Dinge ist nun einmal, dass die Tatsachenentscheidung das Maß aller Dinge ist. Wer den Videobeweis ablehnt, muss mit solchen Entscheidungen leben können. Sie gehören zum Fußball dazu, das Rückspiel ist trotzdem noch nicht verloren.

Denn es gibt eine Menge Dinge, die Mut machen sollten aus Saarbrücker Sicht. Da sind zum Beispiel die zahlreichen Chancen, oft fehlten nur Zentimeter. Diese Möglichkeiten im Rückspiel zu nutzen, wird notwendig sein. Wenn es gelingt, ist die dritte Liga nicht mehr weit. Denn Würzburg erspielte sich so gut wie keine eigenen Chancen. Die Führung fiel nach einem Standard, den die FCS-Defensive alles andere als gut verteidigt. Dass im Spielverlauf noch einige Konterchancen für Würzburg entstanden, lag nicht an der spielerischen Klasse des FWK, sondern daran, dass der FCS mehr in die Offensive investierte und nicht zu vermeidende Lücken in der Defensive entstanden.

Nach dem Spiel ging ein Ruck durch Mannschaft und Fans. Ein „jetzt-erst-recht-Gefühl“ kam auf, und das völlig zurecht. Ein Tor im Rückspiel, und der FCS ist wieder voll dabei im Kampf um den Aufstieg in die dritte Liga. Dass dieses eine Tor möglich ist, hat das gestrige Spiel deutlich gezeigt. Früh in Führung gehen, dazu die gestern in der Anfangsphase doch deutlich zu spürende Nervosität ablegen, mehr über die Außenbahn und weniger über lange Bälle agieren – und dann steht die Tür in Liga drei offen. Das schaffen wir!

Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Appell: Fahrt nach Würzburg! Ob mit Eintrittskarte oder nicht, färbt die Würzburger Straßen blau-schwarz. Wir sind auswärts eine Macht, werden für Heimspielatmosphäre sorgen. Zeigt Fußballdeutschland, welches Potential in Saarbrücken trotz der sportlichen Tiefpunkte in den letzten Jahren immer noch herrscht. Wir sind noch wer, und nun eröffnet sich uns mal wieder die Gelegenheit, das zu zeigen. Auf nach Würzburg, zur Not das Spiel in Gaststätten verfolgen, und nach Schlusspfiff ein rauschendes Fest feiern. Denn der 1. FC Saarbrücken wird den Rückstand zur Halbzeit am Sonntag drehen und sich für eine starke Saison belohnen. Hand drauf!

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