Endlich wieder Fußball

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da hatten wir alle gewaltig die Nase voll vom Fußball und seinen Ungerechtigkeiten: Eine unfassbar schmerzhafte Niederlage in Würzburg bedeutete für den FCS eine weitere Saison Regionalligafußball, mit voller Wucht machte sich die Gewissheit in unseren Köpfen breit, in der nächsten Saison statt gegen Dresden oder Rostock Mannschaften aus Bahlingen, Neckarelz oder sogar den eigenen Stadtrivalen Saar 05 empfangen zu müssen. Und dann war da noch die Stadionfrage: Lange Zeit war völlig unklar, ob man überhaupt im heimischen Ludwigsparkstadion antreten könnte, der aufgrund der anstehenden Rundumrenovierung alsbald gesperrt werden wird. Unterschiedlich lautende Meldungen wechselten sich ab, Verein und Stadt zeigten sich da oft nicht auf einer Kommunikationslinie. Doch nun sind die allermeisten Probleme vergessen, die allermeisten Fragezeichen geklärt. Der FCS spielt das nächste halbe Jahr definitiv zu Hause, und Dauerkarten gibt es entgegen vorheriger Ankündigungen kurzfristig für die neun Spiele bis zur Winterpause auch. Diese sind sogar per E-Mail bestellbar, werden dann inklusive Rechnung an das jeweilige Vereinsmitglied versandt.

Und auch die Krise auf Führungsebene hat sich mittlerweile wieder ein wenig beruhigt. Das aktuelle Präsidium kam am Samstag mit interessierten Fans zu einem Gespräch zusammen, es herrschte eine konstruktive Stimmung. Die Fraktion „UnserFC“ stellte vergangenen Freitag und genauer auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Montag ihr Konzept vor, ließ sich erstmals in die Karten schauen. Die Grundlagen sind also abgesteckt, um bis zur entscheidenden Mitgliederversammlung um die Zukunft des Vereins alle Streitigkeiten und Diskussionen in den nicht-öffentlichen Hintergrund zu stellen. Einzelne Störfeuer wie die Gründung eines vor allem als zusätzliche Nervenbelastung ohne Mehrwert zu wertenden Dachverbands der Fanklubs des 1. FC Saarbrücken kann man da getrost unter den Tisch kehren. Notwendig war diese Gründung zum jetzigen Zeitpunkt mit Sicherheit nicht. Der FCS kehrt nach Wochen der Auseinandersetzungen endlich wieder auf den grünen Rasen zurück, und das wird höchste Zeit.

Gegner ist die zweite Mannschaft des SC Freiburg. In der Vergangenheit hatte das Team bereits desöfteren in oberen Gefilden der Regionalliga mitgespielt, letzte Saison dann kämpfte man lange gegen den Abstieg. Und auch diese Saison ist erst einmal nicht mehr von den jungen Breisgauern zu erwarten. Nachdem die erste Mannschaft des SCF aus der Bundesliga absteigen musste, muss automatisch auch der Unterbau mit einer Etatkürzung rechnen. Trotzdem sind zweite Mannschaften in dieser Liga immer eine Wundertüte bestehend aus einer Vielzahl junger, talentierter Spieler. Freiburg selbst lieferte da in der vergangenen Saison einige Beispiele: Daniele Gabriele wird sich in der kommenden Saison beim VFB Stuttgart versuchen, Christopher Jullien bei OFC Dijon in Frankreichs zweiter Liga.

Auch in diesem Jahr ist der mit 20,53 Jahren im Schnitt äußerst junge Kader der Breisgauer gespickt mit aufstrebenden Fußballern. Wer den Sprung in höhere Gefilde schafft, wird sich wohl erst im Laufe der Saison herauskristallisieren, Kandidaten dafür gibt es aber genug. Mit Fabian Schleusner ist der älteste Spieler des Teams im Übrigen gerade einmal 23 Jahre alt. Zum Vergleich: Der Methusalem im Kader des FCS ist Matthew Taylor mit bald 34 Jahren, das Durchschnittsalter liegt bei 25,8 Jahren.

Der FCS geht allerdings auch mit völlig anderen Zielsetzungen an die Saison ran. Man möchte raus aus dieser Liga, so schnell wie möglich. Das Entwickeln junger Spieler wird da erst einmal hintenan gestellt. Die Regionalliga und der FCS? Das passt einfach nicht. Deshalb wurde im Sommer auch kräftig umsortiert. Neuer Trainer und neuer Trainerstab, drei externe neue Spieler, drei interne Neuzugänge aus der U19. Der Stamm des Kaders steht zwar, muss sich aber zunächst an das neue Spielsystem unter Falco Götz gewöhnen. Der tritt am Samstag zum ersten Pflichtspiel an, und das in neuem Spielsystem. Das gewünschte Resultat ist bekannt: Siege. Möglichst häufig, möglichst deutlich. Möglichst auch in den hoffentlich auf uns zukommenden Relegationsspielen. Lasset die Spiele beginnen!

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