Druck im Kessel

Eine Nullnummer zum Auftakt, Pfiffe im Stadion. Der Saisonstart des FCS hätte besser sein können. Es haperte vor allem an der Chancenverwertung, die Mannschaft schaffte es nicht, ihre zur Schau gestellte Dominanz in Tore umzumünzen. Eine besonders tragische Rolle spielte Neuzugang Solomon Okoronkwo, der bei mehreren Gelegenheiten schnell zum Publikumsliebling hätte werden können, alle Möglichkeiten jedoch versiebte. Nun muss im ersten Auswärtsspiel der Saison, in Steinbach, ein Dreier her, um einen Fehlstart zu verhindern. Gegen den Aufsteiger aus Hessen ist ein Sieg absolute Pflicht.

Beim FCS sind dabei Veränderungen im Kader zu erwarten. Vor allem die beiden Neuzugänge Luksik und Okoronkwo könnten an diesem Samstag mit einem Platz auf der Ersatzbank leben müssen. Luksik zeigte gegen Freiburg deutlich, dass er auf der offensiven Außenbahn nicht gut aufgehoben ist. Defensiv allerdings zeigt sich Hassan Amin seit Wochen in bestechender Form und gilt als größte Überraschung der Saisonvorbereitung. Er ist gegenüber Luksik die Variante mit mehr Offensivdrang in der Defensive, gegen einen Aufsteiger wie Steinbach könnte das durchaus von Vorteil sein. Vor ihm kämpfen Dominik Rohracker und Marius Willsch um den Platz in der Mannschaft, nach der durchwachsenen Leistung Rohrackers in den letzten Minuten des Spiels vor Wochenfrist könnte Willsch seine Chance erhalten. Auf der gegenüberliegenden Seite dürfte die Besetzung hingegen feststehen. Meyerhöfer und Mendy sind absolut gesetzt und waren auch gegen Freiburg deutlich aktiver und mehr am Spiel beteiligt als die linke Seite.

Im Sturmzentrum könnte Felix Luz seine Chance für Okoronkwo erhalten, nachdem der unter der Woche mit Oberschenkelproblemen kürzer treten musste. Luz‘ großes Problem, dass auch Trainer Falco Götz deutlich missfällt, ist seine Lauffaulheit. Er muss in Sachen Fitness deutlich zulegen, um auf Dauer Chancen auf einen Stammplatz haben. Da hat sich sein Sturmpartner Matthew Taylor sehr viel mehr ins Zeug gelegt, er wirkt spritziger und fitter als Luz, hat in der Sommervorbereitung gut gearbeitet. In Kombination mit seiner Schlitzohrigkeit und immer wieder guten Ideen, die er auf der Position als hängender Stürmer gut umsetzen kann, ist er absolut zurecht gesetzt. Erst, wenn Jens Meyer seine Verletzung vollständig auskuriert hat, kommt auch auf Taylor eine größere Konkurrenzsituation zu. Die Rolle als hängender, auf die Flügel ausweichender Stürmer ist dem jungen Meyer auf den Leib geschnitten.

Sven Sökler im zentralen Mittelfeld und die beiden Innenverteidiger Chrappan und Hahn sind wie Torhüter David Hohs absolut gesetzt. Chrappan wirkt fitter als vergangene Saison, ihm hat die Sommerpause gut getan. Sökler kommt die neue, etwas defensivere und gleichzeitig deutlich mehr am Spiel beteiligte Rolle im Mittelfeld zugute, allerdings wäre es wichtig, dass die Abstimmung mit seinem Nebenmann noch perfektioniert wird. Dort ist Kapitän Fießer eigentlich gesetzt, er hat aber mit dem aufstrebenden Kiefer und dem jungen Talent Steiner starke Konkurrenten im Nacken. In Topform führt an Fießer kein Weg vorbei, leider erreicht er diese nicht immer. Wer aber an das Relegationsrückspiel in Würzburg zurückdenkt, weiß, was Fießer im Idealfall leisten kann. Wenn er diese Leistung aber auf Dauer nicht abrufen kann, wird Falco Götz auch nicht davor zurück schrecken, ihn auf die Bank zu setzen. Das zentrale Mittelfeld mit einem defensiven Mann und Sven Sökler schräg versetzt davor hat jedenfalls eine Menge Potential in Sachen Kreativität und Kompaktheit gleichermaßen. Dafür fehlte vergangene Woche allerdings noch ein wenig die Abstimmung, so dass Freiburg vor allem in der zweiten Halbzeit einige Male zu einfach in die gefährliche Zone vor dem Saarbrücker Strafraum gelangte.

Das erste Auswärtsspiel der Saison steht an, der FCS geht mit einigem Druck ins Spiel. Bei einem Sieg ist alles im Lot, vier Punkte aus den ersten beiden Spielen wären ein absolut akzeptabler Saisonstart, auf den man gut aufbauen könnte. Jeder Punktverlust im morgigen Spiel allerdings könnte die durch Streitereien im Umfeld noch verschärfte Stimmung ins Negative abkippen lassen. Dann wäre der positive Effekt der Verpflichtung Falco Götz‘ schon verpufft.

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