Nicht aus der Ruhe zu bringen

Begegnung: 1. FC Saarbrücken – TSG 1899 Hoffenheim II

Ergebnis: 3:1

Zuschauer: 3.126

Einschätzung:

Der FCS ist wieder in der Spur. Ein Sieg gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim bringt den FCS wieder vollständig zurück ins Rennen um die Relegationsplätze, die Konkurrenz muss nachlegen. Trotz eines frühen Rückstands kamen eigentlich nie große Zweifel daran auf, dass der FCS dieses Heimspiel für sich entscheiden würde. Denn Ein Doppelschlag von Solomon Okoronkwo nur zwei Minuten nach der Gästeführung sorgte dafür, dass die Verhältnisse früh abgesteckt waren. Die ersten sieben Minuten dieses Spiels, das danach über längere Zeit ein wenig dahin plätscherte, waren deshalb ein echtes Spektakel. Dabei darf der FCS mit Freuden erkennen, dass Solomon Okoronkwo immer besser in Form kommt. Er bewegt sich sinnvoller und trifft deshalb seit einigen Wochen auch regelmäßig. Mit nun fünf Treffern ist er bester Torschütze des FCS. Sollte nun Matthew Taylor in naher Zukunft wieder in die Mannschaft zurückkehren, verfügt der FCS über eine sehr gute erste Sturmreihe, mit Jungspund Jens Meyer, ebenfalls auf dem Weg zurück in den Kader, in der Hinterhand. Sorgen macht vor allem der weiterhin formschwache und ungefährliche Felix Luz, der vor allem durch Ballverluste und lautstarke Beschwerden beim Schiedsrichter, nicht aber durch gefährliche Aktionen in des Gegners Sechzehner auffällt. Die Grundlage für erfolgreiche Wochen hat der FCS jedenfalls mit dem Sieg gegen Hoffenheim gelegt, nun muss in Trier gegen die starke Eintracht nachgelegt werden, um an der Spitzengruppe dranzubleiben. Gleichzeitig bietet sich an der Mosel die Gelegenheit, einen Konkurrenten um die Relegationsplätze vorerst abzuschütteln.

Die Helden des Tages:

Es war eine klasse Aktion: Die Fangruppierung Boys SB hatte im Vorfeld der Partie dazu aufgerufen, Kleiderspenden und Wilkommenspakete für Flüchtlinge am Stadion bei ihnen abzugeben. Alle Spender und vor allem die Organisatoren verdienen sich an dieser Stelle ein großes Lob. Nicht nur, dass so gemeinsam den in Lebach ankommenden Flüchtlingen geholfen werden kann, es wirft auch noch ein gutes Licht auf den FCS, wenn Fans in Eigenregie ein solches Projekt anpacken. Blau-Schwarze Hilfe, die nur Gewinner kennt. Daumen hoch!

Die Überraschung des Tages:

Viele rieben sich beim Blick auf die Anzeigetafel verwundert die Augen, als sie die Namen Rohracker und Kiefer in der Startaufstellung lasen. Falko Götz stellte um und ließ Felix Luz und Hassan Amin zunächst auf der Bank, was mit einer Systemumstellung einherging. Mit der einzigen Spitze Okoronkwo ließ Götz im 4-2-3-1 agieren, Sökler übernahm die Rolle des klassischen Spielmachers. Und er wusste zu gefallen (siehe Spieler des Spiels). Aber auch Kiefer als aggressiver Abfangjäger im defensiven Mittelfeld und Rohracker als Flügelflitzer fügten sich sehr gut in die Mannschaft ein. Alles richtig gemacht, Herr Götz!

Die Spieler des Spiels:

Natürlich ragte er durch zwei Tore und einen herausgeholten Elfmeter heraus: Solomon Okoronkwo führte den FCS zum letztendlich ungefährdeten Heimsieg. Doch hinter ihm ragte noch ein weiterer Spieler hervor: Sven Sökler verteilte die Bälle in außergewöhnlich sicherer und präziser Weise, war der Kopf im FCS-Spiel und zeigte einmal mehr, dass er in dieser Mannschaft unverzichtbar ist. Seine gute Leistung durfte er mit einem Treffer nach Elfmeter krönen. In dieser Form braucht der FCS seinen Spielmacher vor allem durch den Ausfall von David Puclin ganz dringend.

Auch ein Startelfdebütant verdient es aber, an dieser Stelle erwähnt zu werden: Dominik Rohracker war auf der linken Seite mit seinem Tempo und seiner Ballsicherheit ein echter Gewinn für den FCS. Schade, dass er seine gute Leistung nicht mit einem Treffer vergolden konnte. Aus spitzem Winkel traf er nur den Pfosten.

Ärgernis:

Gähnende Leere auf den Rängen
Gähnende Leere auf den Rängen

Man sieht es als FCS-Fan einfach nicht gern: Der Ludwigspark war gestern Abend mal wieder gähnend leer. Etwas mehr als 3000 Zuschauer hatten sich nur im weiten Rund zusammengefunden, eine Kulisse, die schmerzt. Es war das fünftletzte Heimspiel des FCS im altehrwürdigen Ludwigsparkstadion, ab März geht es für lange Zeit nach Elversberg. Ein Umstand, der die Zuschauerzahlen nicht gerade in die Höhe treiben wird. Es wäre schön, wenn die nächsten Partien noch einmal vor würdigerer Kulisse stattfinden würden.

Was denkst Du? Lass es uns wissen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.