Nicht genug?

Begegnung: 1. FC Saarbrücken – SpVgg Neckarelz

Ergebnis: 3:1

Zuschauer: 3.377

Einschätzung:

Am Tag der deutschen Einheit lief alles gut für den 1. FC Saarbrücken. Während die Konkurrenz aus Elversberg überraschend in Worms verlor, schlug man selbst den Abstiegskandidaten Neckarelz mit 3:1. Eigentlich ein echter Grund zur Freude. Könnte man meinen. Doch der BSB hatte schon im Vorbericht zum Spiel darauf hingewiesen: Die Erwartungshaltung einiger Zuschauer ist schlicht übertrieben und sorgt für schlechte Laune. Natürlich hätte der FCS das Ergebnis am vergangenen Samstag mit konsequenterer Spielweise deutlich höher gestalten können. Nach dem dritten Tor schlich sich der Schlendrian ein und die Mannschaft zeigte keinen ansehnlichen Fußball mehr. Kapitän Jan Fießer wurde zum Sinnbild der Schlussphase: Reichlich unnötig und völlig ohne Not verursachte er zunächst einen Strafstoß, der zum Neckarelzer Ehrentreffer führte. Dann holte er sich noch ein bisschen unnötiger die gelb-rote Karte ab und fehlt damit am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Walldorf. All das kann und muss man in einer sachlichen Analyse bemängeln. Kurz vor dem Abpfiff aber in ein Pfeifkonzert ausbrechen, weil ein Saarbrücker Eckball nicht mehr in den Sechzehner, sondern zum Sichern des Balls zurück zu David Hohs gespielt wurde, steht dazu in keinem Verhältnis. Sollte man sich über einen Sieg nicht freuen? Ich denke schon. Leider sehen das nicht alle so und erwarten, dass in der Regionalliga jeder Gegner deklassiert wird. Mit dieser Erwartungshaltung werden die Betroffenen aber noch einige Male enttäuscht das Stadion verlassen.

Schönster Nebenaspekt:

David Puclin ist zurück! Der Kreativspieler, der in seinen ersten Wochen beim FCS schon so wichtig geworden war, kann wieder spielen. Dabei war das noch vor Wochenfrist alles andere als gewiss. Eine Schilddrüsenunterfunktion war bei ihm vor einigen Wochen diagnostiziert worden. Ein solches Leiden hatte frühere FCS-Spieler schon zu langen Ausfällen gezwungen. Bei Puclin scheint die Medikation angeschlagen zu haben, und das ist ein Segen für den 1. FC Saarbrücken. Denn schon beim Comeback in der Liga zeigte er mit einem Treffer und einer Vorlage, wie wichtig er ist.

Spieler des Spiels:

Der angesprochene Puclin drückte dem Spiel seinen Stempel auf, daneben ragten aber noch zwei weitere Offensivspieler hervor. Alexandre Mendy war mal wieder einer der wichtigsten Spieler beim FCS, genau wie Spielmacher Sven Sökler. Der traf zweimal und leitete den Führungstreffer von David Puclin ein. Ihm gelang natürlich längst nicht alles, das liegt aber auch an seiner Position auf dem Feld. Sökler ist der Fixpunkt in der Mannschaft, wenn es schnell geht, dann über ihn. Durch seine Rolle ist er auch der Spieler, der fast alle riskanten Bälle spielt. Nur logisch, dass daraus auch Fehlpässe resultieren. Sökler ist einer der wichtigsten Spieler auf dem Platz, und das Woche für Woche. Auch, wenn das der ein oder andere im Stadion nicht anerkennen mag.

Ärgernis(se):

Ich habe es eingangs schon ausführlich behandelt: Natürlich sind zum einen die lasche Spielweise der Mannschaft in der Schlussphase, ebenso aber die darauffolgende Zuschauerreaktion Ärgernisse dieses Spiels. Daneben drückt auch die Zuschauerzahl weiter aufs Gemüt. Unwürdige 3.377 Besucher im Ludwigspark, und das, obwohl nur noch drei weitere Heimspiele im altehrwürdigen Stadion anstehen.

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