Ein Warnschuss

Begegnung: FC Astoria Walldorf – 1. FC Saarbrücken

Ergebnis: 3:0

Zuschauer: 1.000

Pomadig. Unkonzentriert. Unsicher. Ideenlos. Chancenlos. Eine Menge Adjektive beschreiben die Leistung des FCS am vergangenen Samstag in Walldorf, keines davon ist besonders positiv. Walldorf führt Saarbrücken vor – der Favorit blamiert sich.

Schätzungsweise 500 Saarbrücker waren mit nach Walldorf gefahren, machten so rund die Hälfte der anwesenden Zuschauer aus. Erster Unmut kam bereits bei den Einlasskontrollen auf. Sehr gründlich wurden diese durchgeführt, nachdem FCS-Fans in Trier bekanntermaßen mit Pyrotechnik beinahe einen Spielabbruch herbeigeführt hätten. Statt die schuldlosen Ordner zu bepöbeln, könnte sich der ein oder andere Zündler vielleicht einmal Gedanken über das eigene Verhalten machen. Auch die Unterstützung in den folgenden 90 Minuten ließ zu Wünschen übrig. Nach vorne getrieben wurde die Mannschaft mit Sicherheit nicht, weder vom neuen und, welch Überraschung, präsidiumskritischen Lied der Ultras noch von den übrigen Anwesenden.

Ein trauriger Höhepunkt des Fanverhaltens war die Reaktion auf den zweiten Walldorfer Treffer, als zwei sichtlich betrunkene Männer mehrfach gegen die Bande traten, an der Trainer Falko Götz, Mannschaftsarzt Roland Kuppig und in den Anfangsminuten auch Physio Paolo da Palma saßen. Die lapidare Reaktion Götz‘ auf das gelallte „Für die Scheiße krien ihr noch Geld!“ war ein „Hau‘ ab, du Arschloch“. Derselbe Pöbler warf dann beim 3:0 der Walldorfer seinen Bierbecher in Richtung der eigenen Fans und bespritzte dabei auch Kuppig und Götz. Dessen Reaktion ist im Bericht der SR-Arena am Samstag zu sehen.

Leider war auch das Geschehen auf dem Platz nicht gerade nervenschonend. Eine einzige ernsthafte Chance im gesamten Spiel konnte der FCS verzeichnen: Luksik traf per Volleyabnahme nur den Außenpfosten. Ansonsten viel Ballbesitz, aber nicht der geringste Ertrag. Nachdem schon in den Vorwochen selten überzeugende Leistungen gezeigt wurden, muss dieses Auswärtsspiel der letzte Warnschuss sein. In den wichtigen Spielen der nächsten Wochen gegen Kaiserslautern und in Homburg und Offenbach braucht der FCS Punkte, um nicht frühzeitig den Anschluss an die Spitze zu verlieren.

Noch ist der FCS mittendrin im Kampf um die Aufstiegsplätze. Doch die Leistung in Walldorf muss aufgearbeitet werden und darf sich nicht wiederholen. Ansonsten steckt der Verein mal wieder tief in der Krise und auch die nächste Trainerdiskussion im unruhigen Umfeld ist nicht mehr weit. Viele Dinge, auf die ich als FCS-Fan liebend gern verzichten würde.

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