Der Parkelfer – Lukas

Weiter geht die Reihe zur Verabschiedung des Ludwigsparks, und natürlich möchte auch ich Tschüss sagen von dem Stadion, dass zur Identität des 1. FC Saarbrücken gehört wie seine blau-schwarzen Vereinsfarben. In etwa einem Monat steht das letzte Heimspiel des FCS im Ludwigspark in seiner jetzigen Form statt, bis dahin verabschieden sich interessierte Fans von ihrem Park. Mit dem Parkelfer, zu dem ich heute selbst antrete:

Wann fand dein erstes Spiel im Ludwigspark statt?2012-10-27_Tag der Medienberufe (2)

Mein erstes Spiel im Ludwigspark war 2004, damals war ich acht Jahre alt.

Wer war der Gegner?

Schweinfurt. Es ging um den Aufstieg in die zweite Bundesliga, Peter Eich hielt in der Schlussphase einen Elfmeter und in mir war der FCS-Fan geboren.

Was fasziniert dich besonders am Park?

Ich mag weite, runde Stadien generell lieber als die neumodischen Fußballpaläste. Natürlich haben auch die ihre Vorteile, vor allem in Sachen Stimmung und natürlich auch Komfort, aber der Flair im Ludwigspark ist einfach besonders. Der Park ist einzigartig, ein Attribut, das heutzutage auf nicht mehr besonders viele Stadien (oder neudeutsch Arenen) zutrifft.

Was wirst du am meisten vermissen?

Die Laufbahn. Wenn die weg ist, stirbt auch die letzte Hoffnung auf ein Comeback des Eppers-Würzmobils.

Welches war dein ergreifenstes/spannenstes/emotionalstes Spiel im Park?

Wahrscheinlich direkt das erste. Gegen Schweinfurt war wirklich alles dabei: Dramatik, Spannung, Emotion und natürlich ein Happy End. Dank Peter Eich, dem Elferkiller. Aber auch andere Spiele sind mir in Erinnerung geblieben, da wäre zum Beispiel ein Aufeinandertreffen mit dem Bonner SC 2009. Der FCS siegte 3:1 im Abendspiel, und die Partie geriet zum Schneechaos. Der Platz wurde mit fortlaufender Spielzeit immer unbespielbarer, am Ende sorgte Velimir Grgic mit seinem Kämpferherz für die Entscheidung. Sehr emotional war auch die Verabschiedung Dieter Ferners.

Was war dein traurigster Moment im Park?

Die meisten Abstiege in der Vergangenheit musste der FCS auswärts schlucken. Spontan würde ich das Spiel gegen Wormatia Worms in der Saison 2007/2008 nennen. Damals wurde besiegelt, dass der FCS ein weiteres Jahr in der Oberliga antreten muss und sogar in die Fünftklassigkeit absteigt.

Was war dein glücklichster Moment im Park?

Die Pokalspiele gegen Bremen und Paderborn waren genial. Und natürlich muss ich auch hier wieder mein erstes Spiel überhaupt nennen, den Sieg gegen Schweinfurt 2004.

Wo war dein Stammplatz im Park?

Immer schon auf der Victor’s Tribüne.

Was muss im neuen Park besser werden?

Ganz klar: Die Infrastruktur, die Vermarktung, der Komfort. Für den 1. FC Saarbrücken sind solche Dinge von enormer Bedeutung, auch wenn ich persönlich darauf verzichten könnte.

Inwiefern ist der Ludwigspark ein Stück Heimat für dich?

FCS-Heimspiele sind Events, auf die man in guten Zeiten die ganze Woche lang hinfiebert. Schon wenn man den Park verlässt, kann man es kaum erwarten, zwei Wochen später wieder durch seine Tore zu treten. Leider sind die letzten „guten Zeiten“ schon eine Weile her, trotzdem kommt man immer wieder. Weil der Park einen anzieht, weil man sich ihm verpflichtet fühlt, weil er ein Teil der eigenen Heimat ist.

Deine letzten Worte an den altehrwürdigen Ludwigspark:

Lass uns nicht zu lange auf dein neues Gesicht warten!

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