Unverändert

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Der 1. FC Saarbrücken ist vor wenigen Tagen ins neue Fußballjahr 2016 gestartet. Dabei warteten die Fans vergeblich auf erhoffte Neuzugänge. Das Team ist bislang beim Alten geblieben, weil einerseits Wunschkandidaten absagten und andererseits die notwendigen freien Plätze im Kader noch nicht geschaffen werden konnten. Während die Zeit bis zum Ende der Transferperiode verrinnt, gibt man sich auf sportlicher Ebene gelassen.

Gesucht wird auf verschiedenen Positionen. Am dringensten gebraucht wird wohl ein neuer Stürmer, dort haperte es im bisherigen Saisonverlauf. Neuzugang Solomon Okoronkwo ist in seiner bislang gezeigten Form ein Fehleinkauf, Felix Luz scheint sich nicht mehr auf den Fitnesslevel eines Stammspielers bringen zu können. Matthew Taylor ist stets bemüht und war an vielen gelungenen Spielzügen der Hinrunde beteiligt, kann die Last aber nicht mehr alleine tragen. Seine Idealrolle ist die des hängenden Stürmers, der sich fallen lässt und auch mal auf die Flügel ausweicht. Dafür ist aber ein Abnehmer im Zentrum vonnöten. Definitiv schlecht aufgehoben ist er als einzige Spitze bei hohen Bällen. Einzig verbliebene Alternative ist der aus der U19 aufgerückte Jens Meyer, der sich einerseits noch an den Profibereich gewöhnen muss, andererseits von der Statur her ebenfalls nicht der Mann fürs Sturmzentrum ist. Dort herrscht also dringend Nachholbedarf.

Ebenfalls vakant ist die Verpflichtung eines weiteren Flügelspielers. Vor allem auf der linken Seite herrschte hier in der Hinrunde ein ums andere Mal eine gewisse Not, letzten Endes zeigte sich Neuzugang David Puclin bei seinen Einsätzen dort als beste vorhandene Lösung. Allerdings ist er grundsätzlich eher ein Spieler fürs Zentrum und sollte Sven Sökler Druck machen. Wenn er dauerhaft mangels Alternativen auf dem Flügel eingesetzt wird, geht das nicht. Nun kommt Dennis Wegner zurück und wäre in alter Form sicherlich eine große Verstärkung für die Mannschaft. Doch er wird Zeit brauchen, um diese alte Form zu erreichen. Weil die Backups auf den Flügeln, Dominik Rohracker und Patrick Zoundi, auf dem Abstellgleis stehen, muss zumindest auf der linken Seite noch nach einer echten Alternative für die Stammelf gesucht werden. Rechts ist der FCS mit Alexandre Mendy und Marius Willsch ausreichend gut besetzt.

Unter der Woche kündigte Cheftrainer Falko Götz indes an, auch nach einem Mann für die Defensive Ausschau zu halten. Dort startete das Team zwar furios in die Saison, doch schon bald häuften sich die Fehler. Wenn Abwehrchef Peter Chrappan fehlte, hatte das starke Auswirkungen auf die defensive Stabilität der Mannschaft. Die Alternativen Steffen Schäfer und Daniel Döringer zeigten sich nicht in der Lage, ihn zu ersetzen. Erst mit dem etatmäßigen Linksverteidiger Mounir Chaftar kam wieder die nötige Sicherheit in die Saarbrücker Innenverteidigung. Da Chaftar und wohl auch Schäfer aber vom Trainer eher auf den Außenverteidigerpositionen gesehen werden und Döringer in seinem ersten Saarbrücker Jahr vor allem im defensiven Mittelfeld zu überzeugen musste, wird wohl noch nach einem weiteren Innenverteidiger gesucht.

Der FCS ist also noch auf der Suche nach drei Verstärkungen für die ausstehenden 14 Ligaspiele. Sollte sich Dominik Rohracker im Training endlich wieder anbieten, könnten auch zwei Neuzugänge genügen. Allerdings ist die Frage, ob Rohracker diese Chance überhaupt noch bekommt. Während der Aufstieg in weite Ferne gerückt ist, versucht man beim FCS alles, den Rückstand doch noch aufzuholen. Allerdings wäre es dazu sinnvoll, die gewünschten Neuzugänge noch vor dem Trainingslager präsentieren zu können. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Integration der Neuen schwierig.

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  1. Spirit sagt:

    Frohes neues blau-schwarzes Jahr Lukas,
    sehr treffende Analyse. Unterschreibe ich sofort. Wobei ich auch glaube, dass vieles reine Kopfsache ist und unser bestehendes Personal mit mehr mentaler Stärke die Spiele auch dominanter und erfolgreicher gestalten wird. Vieles wird davon abhängen, wie wir in die Restrunde starten. Götz hat vollkommen recht, wenn er sagt „Der FCS muss losgehen und sich holen, was er braucht. Wir dürfen nicht nach anderen schauen. Wir müssen in jedem Spiel nur an drei Punkte für uns denken.“ Bemerkenswert fand ich aber auch: „Wir schaffen das wenn alle sich hinter diesem Ziel versammeln und mitarbeiten. Trainerteam und Mannschaft. Der Verein, das ganze Umfeld und natürlich auch die Fans.“ Denn damit hat er schon den Grund, wenn es nicht klappt, egal ob Neuzugänge kommen. Denn das wird nicht passieren, zumindest nicht bei Umfeld und allen „Fans“.

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