Sensationell gut

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Der deutsche Handball lebt! Diese Schlussfolgerung ist nicht zu umgehen, wenn man auf den bisherigen Turnierverlauf der Handball-Europameisterschaft 2016 blickt. Dort steht Deutschland überraschend und dank großartiger Leistungen im Halbfinale. Von Beginn an lieferte das Team vollen Kampf, einzigartige Leidenschaft und unbedingten Willen. Wie weit man damit kommen kann, beweisen die Spieler eindrucksvoll.

Es ist tatsächlich nicht mehr weit bis zum Turniersieg. Im Halbfinale trifft die deutsche Auswahl auf Norwegen, eine weitere Überraschungsmannschaft des Turniers. Ein Sieg fehlt noch, und dann steht man im Finale eines großen Turniers. Zum ersten Mal seit dem WM-Sieg 2007. Und in einer Phase der Entwicklung, in der niemand mit derartigem Erfolg gerechnet hätte.

Der deutsche Handball befindet sich mitten in einer Phase des Umbruchs. Nach besagtem Titelgewinn bei der Heim-WM 2007 schaffte es die Mannschaft nicht, sich in der Weltspitze zu halten. Enttäuschende Turnierleistungen folgten aufeinander, für die olympischen Spiele 2014 konnte man sich gar nicht erst qualifizieren. Deshalb die Trendwende: Gute, junge Spieler mussten her, auch in die Bundesliga. Der eigene Nachwuchs sollte mehr gefördert werden. Das zahlt sich nun aus. Spieler wie Christian Dissinger, Rune Dahmke, Paul Drux, Finn Lemke oder Fabian Wiede drängen nach oben, und das in noch jungen Jahren. Sie bringen alle Voraussetzungen mit, um einmal an die Weltspitze des Handballs zu gelangen. Dass sie bereits jetzt so weit sind, ist jedoch eine ausgemachte Überraschung.

Das vom DHB ausgegebene Ziel lautete Olympiasieg 2020. Bis dahin soll die Mannschaft also ein Spitzenniveau erreicht haben. In vier Jahren, im Handball bedeutet das, nach den nächsten vier großen Turnieren. Vier Turniere für die Mannschaft, um sich einzuspielen. Vier Turniere, die sie offensichtlich gar nicht benötigt.

Dem deutschen Handball könnten titelreiche Jahre bevorstehen. Eine junge und erfolgshungrige Mannschaft, dazu ein hervorragender Trainer mit Dagur Sigurdsson. Auch, wenn es in diesem Jahr nicht zum Europameistertitel reichen sollte, die Handballeuphorie in Deutschland konnten die jungen Spieler trotzdem neu erwecken. Und das ist bekanntlich die beste Methode. für eine erfolgreiche Zukunft: Junge Spieler zu den Vereinen bringen und dort entsprechend ausbilden. Aber nun steht erst mal ein Halbfinale an. Zwei Siege bis zum Titel!

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