Mission Aufholjagd

Der 1. FC Saarbrücken strebt in der Regionalliga Südwest zu Beginn des Endspurts der Saison nach den Relegationsplätzen und damit nach dem Aufstieg in die dritte Liga. Dabei gestaltet sich die Ausgangslage äußerst schwierig. Die Konkurrenz ist klar im Vorteil. Waldhof Mannheim und Eintracht Trier liegen fünf, die SV Elversberg vier Punkte vor dem FCS. Alle drei Vereine dürfen noch ein Spiel mehr austragen als die Saarbrücker. Noch dazu lauern im Nacken des FCS die Offenbacher Kickers, die mit Oliver Reck als neuem Mann auf der Trainerbank noch einmal angreifen wollen.

Für den FCS muss also vieles richtig laufen, um überhaupt noch einmal in Schlagdistanz zur Konkurrenz zu kommen. Der große Abstand noch dazu auf gleich drei Spitzenklubs der Liga ist eine große Hypothek. Um ein Eingreifen des FCS in den Kampf um die Relegationsplätze überhaupt erst zu ermöglichen, müssen zwei der drei dominierenden Vereine der Liga eine Schwächephase durchleben. Während das viele Experten bei Eintracht Trier voraussagen, darf man bei den finanzkräftigen Vereinen aus Mannheim und Elversberg nicht unbedingt mit großen Punkteeinbußen rechnen.

Umso wichtiger ist es deshalb, dass Saarbrücken selbst keine Punkte mehr verschenkt. Vierzehn Spiele stehen noch aus, verloren werden dürfen davon nicht mehr viele. Um realistische Chancen zu wahren, muss man vielleicht sogar alle restlichen Spiele gewinnen. Das Potential dazu hat der FCS in dieser Liga definitiv, nach der suboptimal verlaufenen Hinrunde allerdings glauben derzeit nur Optimisten, dass die Mannschaft dieses Potential auch tatsächlich konstant abrufen kann. Nur ein Neuzugang ist obendrein vielen zu wenig, um den Kader qualitativ wirklich auf ein neues Level zu heben.

Wichtig ist deshalb auch, dass die Leistungsträger im Team vorangehen und ihre Fähigkeiten von Beginn der Restrunde an aufs Feld bringen. Schwächephasen dürfen sich in den kommenden Wochen weder Abwehrchef Peter Chrappan noch Torhüter David Hohs, Außenverteidiger Marco Meyerhöfer,  Flügelflitzer Alexandre Mendy, Spielgestalter Sven Sökler oder Sturmspitze Matthew Taylor erlauben. Wenn sie alle in Topform aufspielen, gibt es in der Regionalliga Südwest nur wenige Mannschaften, die dem FCS Paroli bieten können.

All diese Mannschaften allerdings hat Saarbrücken noch vor der Brust. Heimspiele gegen Elversberg, Trier, Mannheim, Offenbach und Homburg sind schwere Aufgaben, bieten allerdings auch die Möglichkeit, wichtige Punkte auf die Topmannschaften der Liga aufzuholen. Erfolgreiche Auftritte in der neuen Heimat Völklingen sind also Voraussetzung, um doch noch in die Relegationsspiele zu gelangen.

Dafür muss aber schon am kommenden Montag in Worms alles zu 100 Prozent funktionieren. Der FCS war in der Winterpause im Trainingslager in Belek, bereitete sich dort unter idealen Bedingungen auf die restlichen Spiele vor. Bereits in den beiden Vorjahren machte man in Belek Station, beide Male kam man mit Niederlagen in die Liga zurück und zeigte sich über Wochen hinweg kollektiv außer Form. Folgt nun der dritte Streich? Dann darf man in Saarbrücken bereits frühzeitig ein weiteres Jahr in der ungeliebten Regionalliga einplanen. Kritik jedenfalls gibt es auch dieses Jahr an der kostspieligen Reise in die Türkei. Viele fragen sich, ob es bei den schwierigen Platzverhältnissen in der Regionalliga nicht sinnvoller wäre, sich bei hiesigen klimatischen Bedingungen auf die restliche Rückrunde vorzubereiten.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. CATENACCIO 07 sagt:

    Schon etwas gruselig, wenn man sich die abgewirtschaftete Bezirkssportanlage da oben ansieht. Aber viel Erfolg für die Rückrunde, und hoffentlich kein Stress mit Kevin „Ego-Shooter“ Behrens.

    1. Lukas sagt:

      Um uns dem „Stadion“ anzupassen wurde auch beschlossen, in Zukunft nur noch stilecht mit einem einzigen Ball zu spielen, der dann von den Ersatzspielern mehrfach pro Spiel aus dem direkt am Stadion verlaufenden Bach gefischt werden muss. Der „Ego-Shooter“ trägt also eine besondere Last, genau zu zielen. Schlechte Erinnerungen an Behrens‘ Essener Zeiten?

      1. CATENACCIO 07 sagt:

        KB hatte schon bei seinen vorherigen Stationen Probleme, mit einer Sache die man landläufig als „Sozialverhalten“ bezeichnet. Hier in Essen hat er dann auf mehrfache Art und Weise den Vogel abgeschossen. Aber dies soll keine generelle Verurteilung sein, jeder Mensch kann sich zum Positiven verändern, gerade wenn er noch relativ jung ist. Ich wünsche ihm nichts Schlechtes, bin aber ziemlich skeptisch. Die Zeit wird’s zeigen, toi toi toi.

Was denkst Du? Lass es uns wissen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.