Die Luft wird dünner

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Beim 1. FC Saarbrücken brennt die Luft. Der seit mittlerweile einem Jahr schwelende Streit um und mit Vereinspräsident Hartmut Ostermann hat mit der Trennung von Cheftrainer Falko Götz einen neuen Höhepunkt erreicht. Auslöser ist mal wieder der Saarbrücker Sportvorstand Milan Sasic.

Sasic ist dabei ein Paradebeispiel der fragwürdigen Vereinspolitik Hartmut Ostermanns, mit der dieser den FCS seit nun beinahe 20 Jahren leitet und die bisher zu chronischer Erfolglosigkeit geführt hat. Ostermann vertraut wichtige Ämter im Verein regelmäßig Personen  an, die nicht über die notwendigen Qualifikationen und schon gar nicht über den notwendigen Rückhalt im Umfeld verfügen. Dem vorprogrammierten Streit tritt Ostermann dann nicht entschlossen entgegen und versucht, ihn zu schlichten, sondern sitzt ihn schlicht und ergreifend aus. So geschehen beim letztjährigen Pini-Gate. Und eben bei der Causa Milan Sasic. Der war als Trainer grandios gescheitert und hatte sich mit seiner diktatorischen Art alles gemacht, aber keine Freunde. Die Erleichterung war groß, als die „einvernehmliche Trennung“ zwischen Sasic und FCS bekannt gemacht wurde. Diese Trennung jedoch war nicht mehr als eine Hinhaltetaktik, man könnte es auch politisch unkorrekt dreiste und arrogante Verarsche nennen, Sasics Vertrag lief weiter. Ein halbes Jahr später war er dann offiziell zurück, doch ein Ende der Lügen noch lange nicht. Sasic arbeitete als Sportdirektor, wurde nach außen hin aber als „sportlicher Berater des Hauptsponsors“ verkauft.

Die Geschichte ist bekannt, mittlerweile ist Sasic der Alleinherrscher im sportlichen Bereich. Die fachlich unbestrittenen Götz und Hodul trafen ihre Entscheidung zum Rücktritt am Dienstag nach einem faustdicken Streit mit dem Kroaten. Nun ist vorerst Taifour Diane neuer Trainer des FCS, der zwar ein verdienter und sympathischer Bestandteil des 1. FC Saarbrücken ist, der aber bisher noch keinen Nachweis über seine Fähigkeiten als Trainer erbringen konnte. Stattdessen durfte er Hartmut Ostermann durch die Gegend fahren. Er war sein offizieller Chauffeur. Ein besonders skurriles Beispiel, wie unter Ostermann die Belange von einer Privatperson und einem Verein einfach in einen Topf geworfen werden. Der FCS ist dank Ostermanns Vereinspolitik längst absolut abhängig von seinem Hauptsponsor Victor’s und scheint ohne ihn keine Aussicht auf Überleben zu haben. Das war einer der Hauptgründe, warum im vergangenen Dezember die Oppositionsgruppe „Unser FC“ bei der ordentlichen Mitgliederversammlung mit ihren Reformideen scheiterte.

Nun allerdings scheint eine neue Stufe des Protests erreicht. Nachdem vor rund einem Jahr viele Fans und Mitglieder des Vereins gegen Ostermann Sturm liefen und die Virage Est ihren bis heute andauernden Protest unter dem Motto „Gebt den FCS frei“ ins Leben rief, hatte Ostermanns Aussitz-Taktik Erfolg und im Laufe der Zeit verflog die Wut mehr und mehr. Jetzt aber ist sie neu geweckt, und sogar die Saarbrücker Zeitung schlägt in ihrer heutigen Ausgabe (03.03.2016) äußerst kritische Töne an und fordert vehement einen Neuanfang. Einen Neuanfang mit Ostermann zwar, aber ohne Sasic und endlich mit einer sportlichen Führung, die diesen Namen auch verdient. Viele Fans fragen sich nach so langer Zeit unter Ostermann aber zurecht, ob ein solcher Neuanfang mit ihm an der Spitze des FCS überhaupt möglich ist. Eins steht fest: Es müsste sich verdammt viel ändern im Verein.

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