Tai auf großer Mission

Am morgigen Samstag steht für den 1. FC Saarbrücken das erste Heimspiel nach dem Abgang seines Cheftrainers Falko Götz an. Weil die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen mit dem FK Pirmasens aus sportlicher Sicht beinahe aussichtslos ist, herrscht keine große Euphorie im Umfeld. Viel eher entlädt sich eine Welle aus Frust und Wut über dem umstrittenen Vereinspräsidenten Hartmut Ostermann und seinem sportlichen Verantwortlichen Milan Sasic. Nicht nur deshalb ist die Ausgangslage für den vorerst übergangsweise installierten Cheftrainer Taifour Diane äußerst undankbar.

Nach langer und kostspieliger Vorbereitung in den vergangenen Wochen hatte der FCS zu Beginn dieser Woche äußerst blamabel in Worms verloren und damit den Start ins Fußballjahr 2016 eindrucksvoll in den Sand gesetzt. Weil die Spitzenmannschaften der Regionalliga aus Elversberg und Mannheim ihre Spiele an den Vortagen gewonnen hatten, ist mit der Niederlage die Saarbrücker Aufstiegschance auf ein Minimum geschrumpft. Trotzdem äußerte Milan Sasic im SR-Fernsehen, der von ihm zusammengestellte Kader sei mit dem der SV Elversberg sowohl charakterlich als auch sportlich der stärkste dieser Liga. Damit ist der Druck auf Diane von Beginn an groß. Dreizehn Spiele liegen vor ihm und der Mannschaft, einer der besten Kader dieser Liga sollte in all diesen dreizehn Spielen einen Sieg anpeilen.

Momentan klaffen zwischen Anspruch und Realität allerdings riesengroße Lücken. In Worms zeigte sich die Mannschaft ideenlos, mutlos, kraftlos und ohne Zuversicht. Spielerische Ideen waren Mangelware, das Team spielte sich im von Falko Götz verordneten Ballbesitzfußball ertraglos fest. Grundsätzliche Bedenken über die Altersstruktur des Kaders und die Motivation einzelner Spieler wurden vom leblosen Auftritt des FCS noch befeuert. Kann dieser Kader sein Potential tatsächlich noch abrufen? Nur dann dürfte Taifour Diane eine Chance haben, den Erwartungen gerecht zu werden.

Auf den ersten Blick kann er aber zumindest in Sachen Umfeld befreit in seinen neuen Job als Cheftrainer gehen. Diane genießt rund um den Ludwigspark große Sympathie. Unter den Fans sind Ostermann und Sasic die Hauptschuldigen an der Misere, der Kader nicht für den Aufstieg tauglich. Folglich erwartet derzeit auch von Diane niemand, dass er das Ruder doch noch herumreißt und es zum unter der Woche viel zitierten „Weltwunder“ kommt. Genau dieses Weltwunder könnte aber trotzdem schnell an Aussagekraft verlieren.

Der 21. Spieltag in der Regionalliga Südwest steht an, die Spitzenmannschaften der Liga sind im Einsatz. Die SV Elversberg spielt bereits am heutigen Freitag in Kaiserslautern gegen die dort ansässige U23 und kann mit einem unangenehmen Gegner rechnen. Sollte Elversberg heute nicht gewinnen, der FCS aber morgen drei Punkte gegen Pirmasens holen, sähe die Welt schon wieder ganz anders aus. In Anbetracht des anstehenden direkten Duells zwischen FCS und SVE wäre Saarbrücken plötzlich wieder in Schlagdistanz und der Druck auf Taifour Diane mit einem Mal immens.

Was denkst Du? Lass es uns wissen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.