Der richtige Weg

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Der 1. FC Saarbrücken steht vor einem Umbruch im Sommer, zahlreiche Spieler werden den Verein verlassen. Die Trennung ist in vielen Fällen in beiderseitigem Interesse, die noch laufende Saison nämlich hat in vielerlei Hinsicht Spuren hinterlassen. Nur die über die Saison hinaus gebundenen Akteure und einige wenige Ergänzungen aus dem aktuellen Kader werden über die Saison hinaus das blau-schwarze Trikot tragen. Deshalb bietet sich dem FCS im Zuge der bevorstehenden Umstrukturierung des Kaders perspektivisch eine große Chance, die vielen Anhängern gefallen würde.

Der FCS muss sich nach zwei verpassten Aufstiegen innerhalb eines Jahres darauf einstellen, über längere Zeit in der Regionalliga festzusitzen. Enormer finanzieller Aufwand hat in der jüngeren Vergangenheit nicht dazu geführt, durch das Nadelöhr Relegation in die dritte Liga schlüpfen zu können. Mittlerweile ist der FCS im Mittelmaß der Regionalliga angekommen, ein Armutszeugnis in Anbetracht der Kosten des beschäftigten Kaders. Einzig positive Konstante im Verein ist derzeit die Jugendarbeit. Die U19 spielt im zweiten Jahr in Folge in der Bundesliga und hat gute Chancen, auch im nächsten Jahr erstklassig zu sein. Die U17 ihrerseits hat im Saisonendspurt alle Karten in der Hand, den Aufstieg in die Bundesliga zu realisieren. Ein erstklassiger Unterbau könnte in den kommenden Jahren zur Essenz des FCS werden.

Um die aktuelle sportliche Leistungsfähigkeit beizubehalten, ist nur ein Bruchteil des aktuellen Vereinsetats vonnöten. Das zeigt schon der Blick auf die Konkurrenz, die sich derzeit in direkter tabellarischer Umgebung des FCS tummelt. Und auch der höchst umstrittene Präsident und Sponsor Hartmut Ostermann sprach in der Vergangenheit regelmäßig davon, die bestehende Abhängigkeit zwischen Verein und Hauptsponsor abbauen zu wollen. Das funktioniert über zwei Wege. Entweder, man findet neue potente Sponsoren, oder man verringert die laufenden Kosten. Neue Sponsoren sind nicht in Sicht, also kann die Konzentration aktuell dem zweiten Weg gelten.

Mit den auslaufenden Spielerverträgen entfällt auch ein großer Batzen an Gehaltskosten. Viele ältere Spieler werden den Verein verlassen. Zeitgleich verfügt der FCS wie aufgezeigt über großes Potential im Juniorenbereich. Das bietet eine enorme Chance. Aktuell stehen für die kommende Saison sieben Spieler unter Vertrag. Es bietet sich an, ungefähr neun weiteren Spielern mit Potential und Enthusiasmus eine Vertragsverlängerung anzubieten und den Kader so auf 16 Spieler zu vergrößern. Die Kaderkosten lägen immer noch um ein Vielfaches unter den aktuellen Ausgaben. Etwa acht weitere Neuzugänge wären dann noch nötig, um einen konkurrenzfähigen Kader für die Regionalliga auf die Beine zu stellen. Aus der erstklassigen U19 drängen zahlreiche Talente in den Profibereich, die nach der Saison aus dem Altersfenster des Jugendfußballs herausfallen. Diese Spieler brennen auf eine Chance bei den Profis des FCS.

Unter der Prämisse, kontinuierlichen Erfolg aufbauen zu wollen, besteht also die Möglichkeit, für die kommende Saison einen jungen, günstigen und vor allem hungrigen Kader bestehend teilweise aus aktuellen Profis und zu den Profis stoßenden jungen Talenten zusammenzustellen. Dieser Kader würde in der kommenden Saison vermutlich nicht um den Aufstieg mitspielen, stark genug für den Klassenerhalt wäre er aber allemal. Außerdem hätte er eine blendende Zukunft vor sich und könnte bei gewährleisteter Kontinuität über Jahre hinweg hohe Qualität entwickeln, die dann zwangsläufig auch in höhere Ligen führt.

Möglicher Kader der kommenden Saison (kursiv: aktuelle U19-Spieler):

TOR

David Hohs/David Salfeld

Mathieu Nordt

(Patrick Herbrandt, noch ein weiteres Jahr spielberechtigt in der U19)

DEFENSIVE

Marco Meyerhöfer

Steffen Schäfer

Alexander Hahn

Peter Chrappan

Ivan Sachanenko

Hassan Amin

Julien Erhardt

Tim Hall

MITTELFELD

Daniel Döringer

Jordan Steiner

Sven Sökler

Marius Willsch

Dennis Wegner

Alexandre Mendy

Eduard Löwen

Sebastian Brenner

Johannes Roßfeld

Florian Bohnert

 

STURM

Jens Meyer

Kevin Behrens

Edvin Muratovic

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Roman Burg sagt:

    Träumen darf man. Aber die Talente aus der U19 gehen mit Sicherheit in einen anderen Verein.
    Und mit Sasic gibt es keine Besserung. Damit ist die nächste Saison jetzt schon verloren!

    1. Lukas sagt:

      Klar, der ganze Text ist im Grunde genommen Träumerei. Beziehungsweise das Aufzeigen von Möglichkeiten, die aber vermutlich ungenutzt bleiben.

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