Abschied auf Zeit?

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Vor einigen Tagen verkündete Hartmut Ostermann, seines Zeichens Präsident des 1. FC Saarbrücken, weitreichende Umstrukturierungen auf der Führungsebene des Vereins. Für die bisherigen Geschäftsführer Thomas Heil und Milan Sasic bedeutet das, sie müssen den Verein verlassen. Allerdings stehen zu ihren Abgängen derzeit noch einige Fragezeichen im Raum.

Schon seit seiner Entlassung als Trainer zu Beginn des Jahres 2014 ist Milan Sasic ein rotes Tuch in den Augen vieler FCS-Fans. Vor allem die Art und Weise, wie er in der Folge hinterrücks wieder einen Posten beim FCS zugeschustert bekam, bringt viele Fans noch immer auf die Palme. Auch deshalb hatte er in den vergangenen Monaten überhaupt keinen Kredit und wurde in der jüngeren Vergangenheit sogar lautstark angefeindet. Auch führende saarländische Medien, allen voran der Saarländische Rundfunk, arbeiteten mehr oder weniger offen auf eine Ablösung des sportlichen Leiters hin. Diese ist nun scheinbar erfolgt.

Doch ist sie das tatsächlich? Noch ist Milan Sasic im Amt. Niemand in der Öffentlichkeit weiß Genaueres über die Laufzeit seines Vertrags, im Zuge der Umstrukturierungen wurde angekündigt, er solle seinen Nachfolger noch in die Materie einarbeiten. Das klingt ungewöhnlich. Bei Fußballvereinen ist es eigentlich nicht üblich, dass Sportdirektoren ihre Nachfolger einarbeiten. Bei einigen FCS-Fans herrscht deshalb weiterhin Skepsis vor. Nachdem Milan Sasic schon einmal scheinbar entlassen worden war, dann aber über Umwege zurück in den Verein fand, ist derzeit ebenfalls nicht geklärt, wie es mit dem Kroaten weitergeht. Über die Dauer der Übergangsphase wurde nach außen hin nichts bekannt gegeben.

Der zweite Leidtragende der Umstrukturierungen, Geschäftsführer Thomas Heil, hat seine Zukunft indes bereits geklärt. Er wird eine Rolle in der Victor’s Unternehmensgruppe erhalten und bleibt damit zumindest im Umfeld des FCS tätig. Nach einer klaren Trennung sieht das nicht aus. Ähnliche Befürchtungen existieren auch im Bezug auf Milan Sasic. Eine Möglichkeit wäre, ihm einen Platz im angekündigten sportlichen Beirat zu geben, der das Präsidium in seiner Arbeit unterstützen soll. Im Sinne der Ruhe im Verein wäre das allerdings definitiv nicht.

Foto: Thomas Rodenbücher

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