Es wird ernst

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Beim 1. FC Saarbrücken laufen die Planungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Die neuen Verantwortlichen um Dieter Ferner und allen voran Marcus Mann sind mit der Kaderzusammenstellung und der Findung eines neuen Trainers für die kommende Saison beschäftigt. Offiziell spricht man von einer Übergangssaison ohne das klare Ziel des Aufstiegs, allerdings kann man bei den bekannten Ansprüchen des Vereinspräsidenten Hartmut Ostermann und des gesamten Vereinsumfelds davon ausgehen, dass alle Verantwortlichen am Ende daran gemessen werden, ob es ihnen gelungen ist, die Regionalliga endlich wieder nach oben zu verlassen. Zur Erinnerung: Auch vor dem ersten Jahr in der Regionalliga wurde zunächst ein Platz im oberen Mittelfeld der Tabelle als Saisonziel ausgegeben, am Ende musste Trainer Fuat Kilic seinen Platz auf der Trainerbank trotz Erreichens der Relegation räumen.

Die laufenden Planungen bringen auch eine erste Bewährungsprobe für den neuen sportlichen Leiter Marcus Mann mit sich. Der ist beim FCS zum ersten Mal in seiner Karriere in leitender Position tätig, war bis zuletzt noch als Profifußballer aktiv. Damit lastet auch auf seinen Schultern ein enormer Erfolgsdruck. Scheitert er beim FCS, dürfte das einen enormen Dämpfer für die weitere Karriere bedeuten. Zum ersten Arbeitszeugnis werden die Ergebnisse der laufenden Vertragsverhandlungen mit den derzeit aktiven Spielern und der Trainersuche werden. In beiden Fällen kann man von baldigen Entscheidungen ausgehen.

Nach einer rundum enttäuschenden Saison werden vor allem die Verhandlungen mit noch unter Vertrag stehenden Spielern spektisch betrachtet. Die Mannschaft hat viel Kredit verspielt in den letzten Wochen, konnte nur selten überzeugen. Einige Kandidaten gehen deshalb ohne Aussicht auf Vertragsverlängerung in die Phase der Entscheidungen. Die im vergangenen Sommer verpflichteten Filip Luksik und Solomon Okoronkwo dürften keine Chance auf eine Vertragsverlängerung haben. Felix Luz und Patrick Zoundi haben ihre Karriere bereits beendet. Dominik Rohracker hat in seinen 18 Monaten in Saarbrücken nie überzeugt und steht deshalb ebenfalls auf dem Abstellgleis. Mounir Chaftar dürfte zu den Topverdienern beim FCS gehören, ihn bremste eine Verletzung lange aus. Tendenz: Trennung. Auch Matthew Taylor konnte in der bisherigen Rückrunde nicht überzeugen und es wäre eine Überraschung, ihn noch einmal in blau-schwarzem Trikot spielen zu sehen.

Bei anderen Kadermitgliedern ist die Entscheidung noch offener. Kapitän Jan Fießer und sein Pendant im defensiven Mittelfeld, Christian Sauter, waren schon abgeschrieben, konnten sich aber beide wieder in den Fokus spielen. Bei beiden geht der Trend aber trotzdem in Richtung Abschied, womöglich wollen sie sich derzeit mit guten Leistungen vor allem in den Fokus anderer Vereine spielen. Diese Chance bekommt Sven Sökler nicht mehr. Für den Rest der Saison ist er gesperrt, lokale Medien spekulieren über seinen Abschied. Der in Saarbrücken verwurzelte Sökler würde sicherlich gerne beim FCS bleiben, hätte das von seiner Leistung her auch verdient. Sökler ist spielerisch der mit Abstand Stärkste im Kader. Allerdings gehört er zu den Topverdienern und ist nicht mehr der Jüngste.

Jünger sind die Spieler Willsch, Puclin, Schäfer und Amin. Auch deshalb werden ihnen mitunter die besten Chancen auf eine Vertragsverlängerung eingeräumt. Puclin allerdings hat Probleme mit der Konstanz seiner Leistungen, Willsch schaffte trotz enorm vielversprechender Ansätze den absoluten Durchbruch bisher nicht. Schäfer zeigt sich regelmäßig bemüht, aber nicht frei von Fehlern. Er sollte allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Angebot vorgelegt bekommen, genau wie der vielversprechend aufspielende Amin.

In der Trainerfrage machten in den letzten Tagen enorm viele Namen die Runde im Umfeld des FCS. Ein spezieller Trainertyp zeichnet sich dabei schon ab: Gesucht wird ein Trainer mit Erfahrung in der Regionalliga, der trotzdem noch nicht zu alt ist und entsprechend motiviert an die Aufgabe herangehen sollte. Die gehandelten Mink und Prinzen passen in dieses Spektrum genau wie der schon wieder dementierte Maik Walpurgis. Allerdings hatte es der FCS in Sachen Personalentscheidungen zuletzt gut im Griff, keine Informationen nach außen dringen zu lassen. Möglich ist also auch eine Überraschung bezüglich der Trainerfrage.

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