Neue Strukturen beim FCS

Der 1. FC Saarbrücken befindet sich mitten im Umbruch. Ein Zustand, der zunächst einmal niemanden vom Hocker reißt. Grundlegende Veränderungen gibt es in Saarbrücken eigentlich mindestens alle zwei Jahre. Das letzte Mal war ein gewisser Milan Sasic für die Umstrukturierungen verantwortlich, mit seinen Veränderungen stieß er im Umfeld auf wenig Gegenliebe. Sein Ansehen unter Spielern und Mitarbeitern des Vereins jedoch war ein anderes. Sasic ist Geschichte, nun sind Dieter Ferner und Markus Mann am Zug. Auch sie krempeln einiges um, genießen dabei aber zunächst mehr Vertrauen als Sasic.

Das Dilemma Milan Sasics ist bekannt: Als Trainer gescheitert, dann hinterrücks zurück zu wichtigem Posten gebracht. Das Vertrauen deshalb: Gleich null. Bei Ferner sieht das anders aus. Er, seines Zeichens Ikone vieler Fans und absolut anerkannt im Umfeld, genießt zunächst einmal Vertrauen bei seiner Arbeit. Das ist auch unabdinglich, um sportlichen Erfolg zu generieren. Allerdings scheint Ferner von wichtiger Stelle nicht dasselbe Vertrauen zu genießen, das Milan Sasic zuteil wurde: Der Etat des Vereins ist Gerüchten zufolge im kommenden Jahr deutlich geringer als bisher. Das liegt aber natürlich auch am erneut verpassten Aufstieg in die dritte Liga. Ein weiteres Jahr Regionalliga geht an die Substanz. Desweiteren spekulieren einige weiterhin auf einen baldigen Abschied Hartmut Ostermanns, den dieser mit der Installation Ferners und Manns vorbereitet haben könnte. Handfeste Indizien oder Beweise gibt es dafür aber nicht.

Nun sind zunächst einmal Ferner und Mann am Zug, ihre Arbeit trägt erste Früchte. Markus Mann ist mit der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison beschäftigt, Ferners Arbeit geht tiefer. Mit Stefan Kling und Martin Forkel hat er den beiden für die Jugendarbeit Hauptverantwortlichen mitgeteilt, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Unter Umständen finden sich andere Rollen innerhalb des Vereins für die beiden. In Zukunft könne aus Kostengründen nur noch ein hauptamtlich Beschäftigter im Jugendbereich arbeiten. Die Entscheidung scheint derweil zunächst einmal folgerichtig. Stefan Kling ist mit dem Konzept gescheitert, die U19 des Vereins durch externe Neuzugänge erstklassig aufzustellen. Forkel hat es nicht geschafft, den teureren Kader in der Liga zu halten. Ein Kunststück, das Bernd Rohrbacher im Vorjahr trotz kleineren Etats gelang. Es ist Forkels zweiter Abstieg im zweiten Jahr als Trainer. Ihm wäre zu wünschen, nun erst einmal auf einer Position im Hintergrund weitere Erfahrungen sammeln zu können. Verschiedene Spieleraussagen bescheinigen ihm zumindest das Potential zu einem guten Trainer, die Ergebnisse aber sprechen bisher eine deutliche Sprache.

Unklar ist nun, wie es im Jugendbereich weitergeht. Ein Nachwuchsleistungszentrum steht nicht zur Debatte, soll erst wieder in den Fokus rücken, wenn der Gesamtverein besser dasteht. Eine Rückkehr Rohrbachers würde viele Fans enorm freuen, scheint aber zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls unwahrscheinlich. Ein Neuanfang muss dennoch definitiv her, um den FCS in Sachen Nachwuchs auf Dauer konkurrenzfähig zu halten.

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