Ferner am Steuer

Identifikation, Leidenschaft und Kampfgeist sind eigentlich grundlegende Eigenschaften im Fußball. In der vergangenen Saison wurde all das beim 1. FC Saarbrücken schmerzlich vermisst. Regional ansässige Spieler suchte man beinahe vergebens, stattdessen wurden für viel Geld Legionäre aus höheren Ligen verpflichtet. Das Resultat ist bekannt. Es folgte der Absturz ins Mittelmaß der Regionalliga Südwest.

Deshalb hat der FCS grundlegende Positionen neu besetzt. Von drei neuen Hauptverantwortlichen hat vor allem die Arbeit der im sportlichen Bereich zuständigen Markus Mann und Dieter Ferner bereits erste Spuren hinterlassen. Die Kaderplanung ist auf der Zielgeraden, ein neuer Trainer konnte verpflichtet werden. Bei all dem kehrt der FCS zu Tugenden zurück, die ihn in der ersten Amtszeit Ferners in sportlicher Verantwortlichkeit stark gemacht hatten.

Die regionale Verankerung

Jens Meyer, Manuel Zeitz, Patrick Schmidt. Johannes Roßfeld, Ivan Sachanenko, Jordan Steiner. Außerdem Sebastian Brenner und Patrick Herbrandt. Die Liste der gebürtigen Saarländer oder aus der eigenen Jugend kommenden Spieler beim FCS wird endlich wieder länger. Das sorgt für die wichtige Identifikation zwischen Mannschaft und Fans. Schon vor dem ersten Spiel ist zu spüren: Da sind Spieler am Werk, denen etwas am Verein liegt. Spieler, die den FCS im Herzen tragen.

Die ausgewogene Mischung

Fußballerisches Talent alleine garantiert noch keinen Erfolg. Diese Leitlinie ist elementarer Bestandteil der Philosophie Dieter Ferners. Auch charakterlich müssen die Neuverpflichtungen in das sportliche Konzept passen. Das bedeutet: Die Mannschaft muss zum Kollektiv werden. Gebraucht werden aber auch einige Lautsprecher, die den Ton angeben und ihre Kollegen führen. Dennis Wegner und Marwin Studtrucker könnten solche Typen in der Offensive sein, in der Defensive wird beispielsweise ein Manuel Zeitz Verantwortung übernehmen wollen.

Der ausgewogene Kader

Um die Stimmung in der Mannschaft positiv zu beeinflussen, darf ein Kader nicht zu groß werden. Sonst verwässern die persönlichen Beziehungen, zu viele Spieler sind zudem mit ihrer Rolle unzufrieden. Dieter Ferner folgt auch in dieser Saison dem Ideal von 23 Spielern: Alle Positionen doppelt besetzt, um den Konkurrenzkampf zu befeuern, aber keine dauerhaften Bankdrücker. Deshalb auch die Verpflichtung vieler variabel einsetzbarer Spieler wie Studtrucker oder Roßfeld.

Die richtigen Steuermänner

Bei all dem darf nicht vergessen werden, dass Dieter Ferner nur noch im Hintergrund für die Strukturierung verantwortlich ist. Mit Markus Mann arbeitet ein Vertrauter an seiner Seite, der sicherlich enorm von Ferners Erfahrung profitieren dürfte. Auf der Trainerposition haben Ferner und Mann mit Dirk Lottner einen charismatischen Typen verpflichtet, der das Potential zum Publikumsliebling hat. Vielleicht kehrt auch dank dieser Entscheidung die nötige Ruhe im Umfeld ein, um sportlichen Erfolg zu gewährleisten.

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