Angriff auf die Spitze

Der FC Bayern ist im deutschen Profifußball derzeit das Maß aller Dinge. Der Rekordmeister holte zuletzt in vier Saisons hintereinander die Schale nach Hause und präsentiert sich gewohnt glamourös. Mit Carlo Ancelotti wurde einer der begehrtesten Trainer Europas verpflichtet, Renato Sanches heißt das neue Toptalent im Münchner Mittelfeld, nachdem nahezu alle Topklubs dieser Welt zuvor ihre Fühler nach dem Portugiesen ausgestreckt hatten. Doch im nationalen Geschäft rüstet sich die Konkurrenz für spannende Titelkämpfe.

Der FC Bayern hat mit Mats Hummels und Renato Sanches bisher zwei Fußballer auf absolutem Topniveau verpflichtet. Die Defensive in Topbesetzung mit Neuer, Lahm, Hummels, Boateng und Alaba dürfte im internationalen Vergleich einzigartig sein. Offensiv werden weitere hochkarätige Verstärkungen in München erwartet. Doch ein Spaziergang wird der Weg zur deutschen Meisterschaft in der kommenden Saison trotzdem nicht.

In den Weg stellen wollen sich den Münchnern nämlich eine ganze Reihe verschiedener Vereine. Dabei sind ganz verschiedene Philosophien zu beobachten. In Leipzig und Wolfsburg beispielsweise regiert das Geld. Die von Red Bull und Volkswagen finanziell gelenkten Vereine wollen möglichst schnell an die Spitze des deutschen Fußballs. Leipzig drängt unaufhaltsam aus den unteren Klassen nach oben, Wolfsburg möchte sich nach einer enttäuschenden Saison möglichst schnell rehabilitieren. Derzeit müssen die Wölfe allerdings vor allem hochklassige Abgänge verkraften.

Ein möglicher Profiteur dieser Abgänge ist die derzeit zweite große Kraft im deutschen Fußball: Borussia Dortmund. Und trotz einschneidender Abgänge von Hummels, Gündogan und Mhkitaryan ist die Borussia vielleicht schon in der kommenden Saison ein ernsthafter Anwärter auf den Titel. Die möglichen anstehenden Transfers von Mario Götze und André Schürrle, vor allem aber die verpflichteten Supertalente Dembélé, Mor, Merino und Guerrero deuten eine goldene Zukunft an. Wenn sie sich schnell in Dortmund zurechtfinden, ist die Offensive des Vizemeisters sicherlich kaum zu bremsen. Und auch defensiv hat man in Dortmund nachgelegt: Der Innenverteidiger Marc Bartra aus Barcelona hat von seinen Fähigkeiten her definitiv das Potential, Mats Hummels zu ersetzen. Dazu ist der Kader mit zahlreichen potentiellen Überfliegern der Zukunft besetzt: Julian Weigl, Sebastian Rode oder Matthias Ginter werden den nächsten Schritt machen wollen, auch der von 1860 München verpflichtete Jannik Bandowski will eine größere Rolle spielen, als ihm medial bisher zuteil wurde. Desweiteren verfügt Dortmund über zahlreiche Talente aus dem eigenen Unterbau, die den Sprung in den Profibereich anpeilen.

Dortmund also rüstet kräftig auf und könnte schon bald für einen Machtwechsel an der Spitze des deutschen Fußballs sorgen. Trainer Thomas Tuchel wird jedenfalls für dieses Ziel eine Menge in die Waagschale werfen. Außenseiterchancen können auch der anderen Borussia aus Mönchengladbach eingeräumt werden, die seit Jahren mit kontinuierlicher und zielgerichteter Arbeit punktet und sich immer näher an die Überflieger der Liga heranpirscht. Gespannt sein dürfen die Fans des FC Schalke 04. Dort wurde im Sommer mal wieder umgebaut, Christian Heidel und Markus Weinzierl heißt das sportlich verantwortliche Duo nun. Vor allem die Arbeit Heidels zeigt vielversprechende Ansätze. Gelingt es ihm, endlich für Ruhe auf Schalke zu sorgen, rückt auch dort die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte in greifbare Reichweite.

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