Das typische Spitzenspiel

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Der 1. FC Saarbrücken hat am gestrigen Mittwoch zum ersten Mal in der Saison 2016/2017 nicht gewonnen. Am dritten Spieltag erkämpfte sich die Mannschaft des FCS ein 1:1 gegen die Offenbacher Kickers. Der OFC, mit der Hypothek von neun Minuspunkten in die Saison gestartet, zeigte, dass sie ohne den großen Rückstand ein Kandidat für die Spitzenplätze dieser Liga wären.

Und somit war es zwar mit Blick auf die Tabelle kein Spitzenspiel, vom Potential beider Mannschaft aber durchaus. Viele intensive Zweikämpfe wurden geführt, die Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter Raum. Spielerisches blieb deshalb wie so häufig in Topduellen der Regionalliga auf der Strecke, stattdessen ging es auf und ab. Stellenweise presste der FCS die Kickers in der zweiten Halbzeit so effizient, dass diese über Minuten hinweg nicht in die Hälfte des FCS vordringen konnten. Die intensive Spielweise allerdings forderte gegen Ende des Spiels vor allem beim FCS seinen Tribut, die Mannschaft hatte durch das Spiel in Koblenz am vergangenen Sonntag einen Tag weniger Zeit zur Regeneration als der Gegner. Die Kraft war nach 80 Minuten deshalb weg. Nachdem der FCS das Spiel also über weite Strecken dominiert hatte, drückte am Ende der OFC auf den Sieg.

Bemerkenswert war auch, dass beide Tore des Spiels nach krassen Abwehrfehlern fielen. Schon nach drei Minuten schaffte es der überforderte Saarbrücker Rechtsverteidiger Sascha Wenninger in mehreren Besuchen nicht, den Ball zu klären. Ein schneller Einwurf der Offenbacher brachte dann auch die Innenverteidigung aus dem Rhythmus, Offenbach ging früh in Führung. Nach einer großen Chance für Patrick Schmidt war es in der 26. Minute Kevin Behrens, der den Ausgleich erzielte. Der Offenbacher Firat spielte den Ball nach einem Abstoß des OFC völlig unnötig und viel zu kurz zu seinem Torhüter Daniel Endres zurück. Der Ball rollte Behrens in die Füße, der drehte sich, ließ Endres aussteigen und schob problemlos ein.

Beim FCS ragte vor allem Kapitän und Führungsfigur Manuel Zeitz mit vorbildlichem Einsatz, einer überragenden Zweikampfquote und großer Übersicht hervor. Zeitz wird von Spiel zu Spiel stärker und ist jetzt schon Herz und Kopf der Mannschaft. Bemerkbar machte sich das Fehlen des agilen und auffälligen Markus Mendler, den Marwin Studtrucker derzeit nicht adäquat ersetzen kann. Gegen Ende der zweiten Halbzeit kam Eigengewächs Jens Meyer für Studtrucker, hatte aber nicht mehr die Zeit, um sich in Szene zu setzen. Sollte Mendler weiter ausfallen, könnte Meyer demnächst eine Chance von Beginn an bekommen. Die Rückkehr von Dennis Wegner im linken Mittelfeld nämlich zieht sich weiter hin. Ebenfalls eine Chance könnte es im nächsten Spiel in Stuttgart für Daniel Döringer auf der rechten Abwehrseite geben. Wenninger war gestern Schwachpunkt der Defensive, bekam seine Gegenspieler nur selten in den Griff.

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