Fußball brutal

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Es war ein Spiel der brutalen Gegensätze: Der 1. FC Saarbrücken ist am vergangenen Wochenende im Spiel gegen die FK Pirmasens nicht über ein Unentschieden hinausgekommen und hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Am Ende hieß das Ergebnis 1:1 – und hatte so gar nichts mit dem Spiel zu tun, das sich 90 Minuten lang im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion zeigte.

Manuel Zeitz, Marwin Studtrucker, Alexandre Mendy, Marco Holz. Natürlich auch Kevin Behrens und Patrick Schmidt. Sie alle hätten den 1. FC Saarbrücken in der ersten Halbzeit des Spiels in Führung bringen müssen. Es war ein Spiel auf ein Tor, in einer Dominanz, wie sie auch in der Regionalliga selten vorkommt. Der FCS spielte sich in einen Kombinations- und Laufrausch, hatte zwischenzeitlich Chancen im Minutentakt. Doch mal rutschte Patrick Schmidt etwas zu spät in den Ball, mal traf Kevin Behrens die Kugel nicht richtig. Mal wollte Marwin Studtrucker es zu genau machen, mal zielte Alexandre Mendy Zentimeter über das Tor. Und in der bittersten Szene zeigte erst der Pirmasenser Daniel Kläs eine absolute Glanzparade gegen Patrick Schmidt, um sich dann beim eigenen Gehäuse bedanken zu können. Statt ins Tor knallte der nach tollem Nachsetzen abgegebene Distanzschuss von Manuel Zeitz nur an die Unterkante der Latte.

Fußballerisch zeigte der 1. FC Saarbrücken gegen einen völlig überforderten Gegner die vielleicht beste Halbzeit der bisherigen Saison. Und trotzdem lag man zur Pause mit 0:1 zurück. Der einzige aktive Offensivspieler der Pirmasenser, Ex-FCSler Dominik Rohracker, wurde von Mario Müller sträflich alleine gelassen. Er bekam den Ball, sein Schuss wurde abgeblockt, der Nachschuss aber war nicht mehr zu verteidigen. Eine einzige Pirmasenser Offensivaktion, die zum ganz bitteren Halbzeitstand führte.

Und damit noch nicht genug: Der FCS machte nach der Pause genau da weiter, wo er aufgehört hatte. Wieder vergab Schmidt eine Chance, und Daniel Kläs im Kasten sollte weiter über sich hinaus wachsen. Einen Kopfball von Dominik Rau parierte er ebenfalls ganz stark. Und irgendwann verließen den FCS dann bei heißen Temperaturen die Kräfte. Zu groß war der läuferische Aufwand in der ersten Halbzeit gewesen, sodass das ganz große Tempo nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte.

Am Ende war es Kevin Behrens, der mit unbändigem Willen doch noch für den Ausgleich sorgte. Trotz der schwindenden Kräfte nämlich war der FCS weiterhin das absolut dominante Team. Und womöglich hätte es auch zum Sieg gereicht, doch ein Konter der Pirmasenser über den eingewechselten Sprinter Charlie Rugg führte zur nächsten spielentscheidenden Szene: Peter Chrappan konnte den Pirmasenser nur noch per Foul an der Strafraumkante stoppen, die logische Konsequenz auf die Notbremse war eine rote Karte. Chrappan musste vom Feld, FCS-Trainer Dirk Lottner reagierte schnell: Mittelstürmer Schmidt raus, Innenverteidiger Alex Hahn rein. Eine Niederlage hätte nach diesem Spiel zu sehr geschmerzt. Gegen massiv verteidigende Pfälzer kam in der Folgezeit keine Großchance mehr zu Stande, und letzten Endes sollte an diesem Samstag wohl einfach nicht mehr für den FCS herausspringen als ein Punkt.

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