Ein Sieg des Willens

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Der 1. FC Saarbrücken hat sein gestriges Heimspiel gegen den FC Nöttingen mit 4:2 gewonnen. Das zuvor breit diskutierte Flutlichtspiel zeigte in einer spektakulären zweiten Halbzeit, was den FCS derzeit ausmacht: Absoluter Siegeswille, ein großer Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und eine ganze Menge Kampfgeist.

Der vor Spielbeginn auserkorene Hauptakteur des Abends verrichtete derweil ganz unaufgeregt seine Arbeit: Das Flutlicht. Dank angebrachter mobiler Flutlichtmasten war der Platz ausreichend hell beleuchtet und es gab keinerlei Sichtprobleme für Spieler und Zuschauer. Lediglich die Beschränkung der Sicht aus den Fanblöcken durch die aufgestellten Kästen des mobilen Flutlichts nervte den ein oder anderen, war aber schlichtweg nicht zu vermeiden.

So konnte die gesamte Konzentration dem Geschehen auf dem Platz gewidmet werden. Und dort zeigte sich der FCS zu Beginn ein wenig behäbiger als in den Vorwochen. Gerade im Vergleich zum Offensivfeuerwerk gegen Pirmasens fehlte zu oft das Tempo und auch ein wenig die Genauigkeit, um große Torchancen zu kreieren. Trotzdem hatte der FCS das Spiel voll im Griff, tat sich gegen von Beginn an mauernde Nöttinger aber schwer. Drei gute Torchancen konnten verzeichnet werden, einmal versprang der Ball vor Kevin Behrens‘ Abschluss, in den beiden anderen Situationen hätten Marco Holz und Marwin Studtrucker abschließen können, legten quer und dort war ein Verteidiger vor den FCS-Angreifern am Ball.

Und dann kam die große Parallele zum Spiel gegen Pirmasens: In der letzten Spielminute der ersten Halbzeit schlief die FCS-Defensive, Nöttingen bedankte sich bei seiner einzigen nennenswerten Torchance mit der glücklichen Führung. Mit Wut im Bauch gingen die Saarbrücker in die Kabine, wurden mit vereinzelten Pfiffen begleitet.

Diese Pfiffe waren mit das größte Ärgernis des gestrigen Abends. Wieder hatte die Mannschaft das Spiel im Griff, wurde für einen unnötigen Fehler hart bestraft. Nöttingen allerdings machte es dem FCS mit einer Menge Defensiv-Beton sehr schwer. Gerade nach den kämpferisch tadellosen Leistungen der Mannschaft in den Vorwochen und im Hinblick auf zahlreiche gestern fehlende Führungsspieler, sind Pfiffe absolut unangebracht. Sie verunsichern nur zusätzlich und zeigen, dass es viele immer noch nicht begriffen haben: Der 1. FC Saarbrücken spielt Regionalliga, und das zurecht und nun bereits in der dritten Saison. Dass die Gegner Nöttingen, Watzenborn-Steinberg oder Walldorf heißen, ist Alltag geworden. Auf diesem Niveau befindet sich der FCS nun einmal momentan und es kann nicht erwartet werden, dass Woche für Woche ungefährdete Siege herausgespielt werden. Mit 20 Punkten nach zehn Spielen steht das neuformierte Team des FCS hervorragend und besser als von vielen erwartet in der Tabelle auf einem Relegationsplatz. Wer das nicht anerkennt, schadet der Stimmung, der Moral und damit dem gesamten Verein in seinem Neuaufbau.

Glücklicherweise strafte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit dann auch all diejenigen Lügen, die ihren Unmut zur Pause noch lautstark geäußert hatten. Deutlich zielstrebiger und mit dem erkennbaren unbedingten Willen, dieses Spiel noch zu drehen, wurde nur noch auf ein Tor gespielt. Auch die Einwechslungen von Dirk Lottner bewiesen: Der FCS wollte und würde dieses Spiel gewinnen. Ein strammer und platzierter Distanzschuss von Daniel Döringer sorgte dann für den Ausgleich, wenig später erzielte Kevin Behrens die Führung. Erneute Abstimmungsprobleme führten zwar zum 2:2, doch der FCS steckte nicht auf. Es war zu spüren, dass dieser Sieg gestern nur an den FCS gehen konnte. Schließlich war es Patrick Schmidt, der die drei Punkte eintütete. Ein verwandelter Elfer von Alex Hahn in der Schlussminute sorgte für die endgültige Entscheidung.

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