Voll im Soll

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Mit dem Auswärtsspiel in Kassel am vergangenen Samstag ist die Hinrunde der Saison 2016/2017 für den 1. FC Saarbrücken schon wieder Geschichte. Achtzehn Spieltage flogen in Rekordzeit am FCS vorbei, mit 35 Punkten steht das Team in der Tabelle auf Rang drei. In Sachen Leistung, Punkteausbeute und Tabellenplatzierung ist der FCS vor dem Einstieg in die Rückrunde also voll im Soll.

Der Vergleich zum Vorjahr 

Zunächst einmal mutet die Statistik jedoch etwas kurios an: Der FCS hat genauso viele Punkte wie nach 18 Spielen in der vergangenen Saison – damals war das Torverhältnis sogar ein wenig besser. Vor einem Jahr steckte der Verein bereits in einer tiefen Krise. Wie kann es also sein, dass nun alles nach Plan verläuft?

Die Regionalliga dieser Saison ist eine Stärkere als die des vergangenen Jahres. Das ist natürlich nicht an Zahlen zu messen, für regelmäßige Stadionbesucher aber deutlich zu erkennen. Die Spitzenteams aus Elversberg, Mannheim, Saarbrücken, Hoffenheim und Steinbach sind stärker als der Rest der Liga. Allerdings ist das große Mittelfeld der Liga immer in der Lage, die Topteams zu ärgern. Mannschaften wie Koblenz, Ulm, Homburg, die Stuttgarter Kickers, Kassel, Offenbach oder Trier sind auch für die fünf Aufstiegsaspiranten immer eine große Herausforderung. Und das ist das Paradoxe an der Tabelle: Trier und Offenbach rangieren beide auf direkten Abstiegsplätzen. Eine nochmalige Abgrenzung zu den Abstiegskandidaten findet in diesem Mittelfeld nicht statt. Das macht es für die Topteams schwerer, Punkte zu ergattern. Die drei Niederlagen und fünf Unentschieden des FCS sind also sehr viel weniger dramatisch zu bewerten als im Vorjahr.

Die Situation an der Spitze

Aktuell ist die SV Elversberg an der Ligaspitze eine Klasse für sich. Vor allem in der Breite ist der Elversberger Kader exzellent besetzt, trotz nicht zu verachtender Verletzungssorgen spielt die Mannschaft eine souveräne Runde. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf die Konkurrenz aus Mannheim und Saarbrücken, und wenn nicht interne Probleme in der Rückrunde für eine Krise sorgen sollten, ist Elversberg der Relegationsplatz womöglich gar nicht zu nehmen. Bleiben also vier weitere Konkurrenten. Einer von diesen ist der FCS. Und der FCS hat trotz des dritten Platzes von allen Kandidaten die stärkste Hinrunde gespielt. Ein deutliches Indiz dafür ist der Blick auf die direkten Duelle der Spitzenteams: Nur in Elversberg musste sich der FCS geschlagen geben, gewann gegen Mannheim, Hoffenheim und Steinbach. Zwar waren die Sieger in Hoffenheim und gegen Steinbach eher glücklicher Natur, doch gerade da zeigte das Team Charakter und Mentalität. Gegen Mannheim lieferte der FCS sogar das beste Spiel dieser Hinrunde ab und dominierte auf extrem hohem Niveau.

Sollte also eine genauso starke Rückrunde gelingen, könnte es für den FCS tatsächlich zum Sprung in die Relegation reichen. Dort wartet dann zwar ein womöglich noch stärkerer Gegner, aber in zwei Spielen kann Saarbrücken dank der Kampfstärke im Team viel erreichen. Allerdings ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Vor allem Mannheim deutete zuletzt an, sich noch steigern zu können. Beim FCS hingegen muss alles glatt laufen, von allzu großem Verletzungspech sollte das Team aufgrund des eher kleinen Kaders tunlichst verschont bleiben.

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