Der Aufsichtsrat und seine neuen Mitglieder

Am vergangenen Montag wählten rund 650 Mitglieder des 1. FC Saarbrücken einen neuen Aufsichtsrat für ihren Verein. Die vorherige Besetzung des Gremiums war längst unvollständig und untereinander zerstritten, sodass die Ausübung der maßgeblichen Kontrollfunktion nicht mehr gegeben war. Die neu gewählten Amtsträger können und müssen das nun verbessern. Dazu hielten sie am Montag Wahlreden, in denen versprochen wurde, verschiedene Themenfelder zu bearbeiten.

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung habe ich es an dieser Stelle bewusst vermieden, Wahlempfehlungen in irgendeiner Art abzugeben. Dazu hatte ich mich unter anderem deshalb entschieden, weil der Aufsichtsrat weniger ausrichten kann, als gemeinhin angenommen wird. Die Auftritte der gewählten neuen Mitglieder am Montag sind deshalb auch unter dem Aspekt Werbung zu betrachten. Ein Aufsichtsrat soll das Präsidium kontrollieren. Beim FCS gehören zu diesem Präsidium Hartmut Ostermann, der in der Regel wenig Einfluss auf das operative Geschäft nimmt. Außerdem Dieter Weller, der für die Finanzen verantwortlich ist und dessen Kontrolle deshalb durchaus relevant ist. Der dritte im Bunde ist Dieter Ferner, verantwortlich für den sportlichen Bereich. Ebenfalls Objekt der Kontrolle ist Geschäftsführer David Fischer, der seinerseits für für den Vereinsauftritt abseits des Rasens verantwortlich ist.

Weil Hartmut Ostermann nicht regelmäßig ins operative Geschäft eingreift, ist er auch keiner regelmäßigen Kontrolle unterzogen. Dieter Ferners Arbeit dürfte mit der neuen sportlichen Kompetenz im Rat durch die gewählten Wolfgang Seel, Egon Schmitt und Eugen Hach ausreichender Kontrolle unterzogen sein. Auf David Fischer sollten ihrer Bewerbung zufolge Michael Haubrich und Dr. Frank Hälsig als Experten für Marketing und BWL ein besonderes Auge haben. Meiko Palm als ehemaliger Fanbeauftragter könnte sich vor allem um die Fanarbeit des Vereins kümmern, er hat sich außerdem der Überarbeitung der Satzung verschrieben. Das allerdings gehört schon nicht mehr in seinen eigentlichen Aufgabenbereich. Und der siebte Mann im Aufsichtsrat, Aron Zimmer, könnte dank seiner Erfahrung in der Beziehung mit Kunden und Partnern ebenfalls verstärkt die Sponsorenakquise in Person von David Fischer überblicken. Dieter Weller zu kontrollieren obliegt ebenfalls Zimmer, dazu dem früheren Unternehmensberater Hälsig und dem BWL-Experten Haubrich. Etwas mehr Expertise in Sachen Steuerrecht hätte dem Aufsichtsrat an dieser Stelle allerdings gut getan. Stattdessen ist der sportliche Bereich vermutlich ein wenig zu üppig ausgestattet.

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