Wer ersetzt die Vorbilder?

Der Auftakt ist gelungen: Im Spiel gegen Astoria Walldorf konnte die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken überzeugend gewinnen. 3:0 hieß es am Ende, doch für das kommende Spiel gab es eine ärgerliche Randnote: Patrick Schmidt und Manuel Zeitz holten sich beide die fünfte gelbe Karte ab und fehlen gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim. Wie Trainer Dirk Lottner die Mannschaft nun umbaut, ist unklar.

Zeitz und Schmidt fehlen dem FCS nicht nur fußballerisch, sondern auch als absolute Anführer in der Mannschaft. Die herausragende Stellung von Kapitän Zeitz ist bekannt, auch Schmidt setzt neben seiner ausgezeichneten Torquote immer wieder ein Zeichen innerhalb des Teams. Schlecht deshalb, dass der FCS gegen das Topteam aus Hoffenheim gleich auf beide Leistungsträger verzichten muss. Und schon im zweiten Spiel nach der Winterpause kommen deshalb die getätigten Wintereinkäufe entscheidend zur Geltung.

Auf dem neuen Abwehrchef Steven Zellner ruhen nun nämlich noch einmal mehr die Hoffnungen. Er überzeugte gegen Walldorf durch starkes Aufbauspiel, fehlerfreie Zweikampfführung und eine Sicherheit spendende Ruhe in seinem Spiel. Er ist unabhängig vom Ausfall Zeitz‘ gesetzt.

Um den Kapitän zu ersetzen, sind taktisch verschiedene Varianten möglich. Grundsätzlich hält sich Dirk Lottner vor jedem Spiel offen, ob er die gerade gegen Walldorf erprobte Dreierkette spielen lässt oder doch wieder zur Viererkette wechselt. In der defensiven Dreierreihe wäre Zellner als zentraler Aufbauspieler unersetzlich. Dann würde der logische Zeitz-Ersatz Jordan Steiner heißen, der die fußballerischen Qualitäten dazu besitzt, aber natürlich noch nicht mit der Ausstrahlung eines gesetzten Kapitäns aufwarten kann. Nebenmann Marco Holz müsste dann entscheidend in die Bresche springen.

Setzt Lottner nun auf eine Viererkette, könnten entweder Daniel Döringer oder Steven Zellner auf die Position von Manuel Zeitz vorrücken. Die fußballerischen Qualitäten sprechen dabei für Steven Zellner, Döringer könnte dann eine der Außenpositionen besetzen. Für eine Viererkette ist das Duo Mendy und Müller wohl zu offensiv. Auf Dirk Lottner und sein Team wartet also viel Denkarbeit und eine schwierige Entscheidung: Zurück zu den Wurzeln der Hinrunde oder weiter im neu erprobten System?

Weniger kompliziert dürfte sich der Ersatz von Patrick Schmidt gestalten. Positionsgetreu ist Kevin Behrens die erste Alternative. Stellt Lottner um und läuft mit zwei Stürmern auf, könnten Studtrucker oder Mendler aus dem Mittelfeld vorrücken. Gleichzeitig warten mit den Neuzugängen Tammo Harder und Felictiano Zschusschen zwei weitere Offensivkräfte auf ihre Chance von Beginn an.

Saarbrückens Fans dürfen also rätseln: Wie will Dirk Lottner dem starken Gegner aus Hoffenheim die Zähne ziehen? Das Spiel ist von entscheidender Bedeutung: Die Saarbrücker Konkurrenz hat am vergangenen Wochenende gepunktet, der Abstand von sieben Punkten auf die SV Elversberg bedeutet ein echtes Brett. Einen Punktverlust gegen die TSG darf sich der FCS also eigentlich nicht erlauben.

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