Vielleicht ja doch noch

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Lückenhaft gefüllte Ränge im halben Rund von Völklingen und kaum Unterstützung für die Mannschaft. Das war die eine Seite. Parallel dazu: Die Mannschaft auf dem Feld erspielt den höchsten Sieg der Saison. Was nicht so recht zusammen zu passen scheint, ist beim FCS die Realität. Die Stimmung ist am Boden. Viele fragen sich, wie es jetzt eigentlich weitergehen soll.

1780 – eine traurige Zahl. So viele Zuschauer versammelten sich am Samstag im Hermann-Neuberger-Stadion. Und besonders euphorisch waren sie nicht. Kaum Unterstützung der Mannschaft, der weitestgehend souveräne 4-1-Heimsieg gegen Watzenborn-Steinberg wurde so hingenommen. Nichts war zu spüren von dem, was Fußball eigentlich ausmacht.

Das lag nicht nur an der Mannschaft – aber eben auch. Die schwachen Auftritte gegen Hoffenheim und in Pirmasens haben Spuren hinterlassen. Die Zweifel an Team und Trainer sind gewachsen. Die Erinnerung an das vergangene Jahr mit einer schändlich schwachen Rückrunde und Spielern, die mit dem Verein schon lange vor Vertragsende abgeschlossen hatten, ist noch zu lebendig. Dafür kann das aktuelle Team zwar rein gar nichts, es muss aber mit den emotionalen Schwankungen im Umfeld leben. Das Nervenkostüm der FCS-Fans ist momentan nicht sehr dick.

Die Mannschaft ließ sich zumindest gegen Watzenborn aber nichts zu Schulden kommen und siegte in einem Spiel, das gewonnen werden musste. Und das mit 4:1 – dem bisher höchsten Saisonsieg. Ein Aspekt, der völlig unterging in den sonstigen Problemen des Vereins, bekannt unter dem Slogan „perspektiv- und heimatlos“.

Die Heimat, das Ludwigsparkstadion, wird vorerst nicht wieder aufgebaut. Es wurde abgerissen, dann kam die Erkenntnis: Zum Neuaufbau fehlt das Geld. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist bittere Realität. Für den FCS heißt das: Völlige Ungewissheit, ob und wann ein Rückkehr nach Saarbrücken möglich ist. Das erschwert der sportlichen Leitung die Arbeit und ist ein Schlag in die Magengrube aller FCS-Fans, die immer weniger Lust auf die ungeliebte Ersatzheimat Völklingen verspüren.

Die Perspektive, sie ist fraglich. Sportlich hängt der Verein in der Luft. Eigentlich ist der Aufstieg abgehakt, andererseits ist er rechnerisch weiter möglich. Der Bauch verleitet zu Rechenspielen, der Kopf verbietet sie. Was hilft? Ein Agieren in Floskeln: Beim FCS sollten tatsächlich alle von Spiel zu Spiel schauen. Nächstes Kapitel: Nöttingen. Gewinnt Saarbrücken, sind die Hausaufgaben erfüllt. Elversberg muss zu Hause gegen Koblenz ran, tat sich gegen den TuS schon im Hinspiel schwer. Bauch an: Bei idealem Verlauf stehen da nur noch vier Punkte Differenz in der Tabelle – und gegen die SVE darf der FCS ja noch ran. Alles ist möglich also? Höchstens dann, wenn Saarbrücken endlich Konstanz in seine Leistungen bekommt und eine Siegesserie starten kann. Für die Perspektive und damit für die Stimmung rund um den gesamten Verein jedenfalls wäre eine solche Siegesserie Gold wert.

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