Eine Emotions-Gradwanderung

Ein Spiel, ein Sieg, vier Tore. Eine neue Mannschaft mit großem Potential. Eine starke Auswechselbank. Beim FCS stehen alle Signale auf eine äußerst erfolgreiche Saison. Das weckt Hoffnungen, große Euphorie und noch größere Erwartungen.

„Die Liga zu Gast beim Meister.“

Ein Plakat aus dem Jahr 2006 wird derzeit wieder öfter zitiert. Damals war der FCS gerade aus der zweiten Bundesliga abgestiegen und plante die sofortige Rückkehr ins Unterhaus des deutschlandweiten Profifußballs. Wie das zurückhaltend-sympathische Plakat beweist, glaubten daran auch die Fans. Doch als wäre schlechtes Karma auch im Fußball eine große Bürde, ging es stattdessen noch weiter bergab und der FCS stürzte hinein in die Bedeutungslosigkeit des Amateurfußballs. Diese Bedeutungslosigkeit ist – mit kurzen Unterbrechungen – bis heute Saarbrücker Alltag und soll nun endlich hinter sich gelassen werden.

Dazu wurde der Kader im Sommer kräftig aufgewertet und zurecht ist die Euphorie beim FCS groß: Ein kompetentes Management, ein sympathischer Trainer und eine talentierte Mannschaft könnten den Grundstein für den lange erhofften Aufstieg in die dritte Liga werden. Und der Start ist gelungen: Vor beeindruckenden 700 mitgereisten Fans besiegte das Team die stark eingeschätzten Ulmer Spatzen mit 4:1. Nun geht es mit einer riesigen Erwartungshaltung ins Spiel gegen Elversberg. Die SVE startete nur mit einem 0:0 gegen Aufsteiger Stadtallendorf in die Saison und steht direkt gehörig unter Druck.

FCS Saisoneröffnung
Das neue Team des FCS: vielversprechend.

 

Doch die Elversberger sollte niemand beim FCS unterschätzen: Zwar lockt ein Fünf-Punkte-Vorsprung vor dem Aufstiegs-Aspiranten, gleichzeitig aber hat der Rivale aus dem Dorf bei Spiesen mit dem Spiel gegen den FCS die direkte Chance auf Wiedergutmachung des verpatzten Saisonstarts. Ein Sieg gegen den Hauptstadtklub und schon wäre in Elversberg alles wieder sehr positiv. Beim FCS dagegen kämen dann schon wieder die ersten Kritiker auf, der Druck auf die Mannschaft würde erheblich anwachsen.

Wer also aktuell euphorisch vom Aufstieg träumt und den FCS bereits in der dritten Liga sieht, sollte zum Wohle aller ein wenig an der Emotionsschraube drehen. Die Saison ist lang, der FCS stark besetzt und die Relegationsteilnehmer noch längst nicht ausgemacht – unabhängig vom Ausgang des mancherorts als „Saar-Derby“ bezeichneten FCS-Auswärtsspiels in Elversberg.

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