Das zu erwartende Spiel

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Das Spiel des 1. FC Saarbrücken gegen die SV Elversberg ist seit einigen Jahren von sportlich großer Bedeutung. Immer geht es zwischen zwei ähnlich ambitionierten Vereinen um Punkte im Kampf um die Aufstiegsrelegation. Einmal hatte der FCS am Ende des Jahres die Nase vorn, zweimal die SVE. In allen drei Jahren scheiterte der jeweilige saarländische Vertreter in der Relegation. Nun heißt es in dieser Saison für beide Vereine: Ein neuer Anlauf soll gewagt werden. Schon sehr früh in der Saison kam es am Mittwoch zum Duell der beiden saarländischen Spitzenteams.Es war für beide Teams erst das zweite Spiel der Saison. Während der FCS mit einem Sieg in die Saison gestartet war, musste sich die SVE gegen Aufsteiger Stadtallendorf mit einem Pünktchen begnügen. Nun das direkte Duell: Der FCS hätte sich bereits ein wenig von der SVE absetzen, die Elversberger hingegen den schwachen Saisonstart vergessen machen können. Beide Anreize waren aber nicht groß genug, um alles auf eine Karte zu setzen.

Eine Nullnummer wurde es am Ende, auf keiner Seite konnte ein Tor erzielt werden. Die Mannschaften neutralisierten sich, standen defensiv beide gut und ließen nur wenig Torchancen zu. Ein Elversberger Tor verhinderte einmal nur die Querlatte, beim FCS hatte Topstürmer Patrick Schmidt nicht seinen besten Tag.

Und so steht ein gerechtes Unentschieden zweier Mannschaften, die nicht mit vollem Risiko auf den Sieg gingen. Beim FCS, weil man mit dem Punkt aufgrund des Auftaktsiegs in Ulm gut leben konnte. Und bei der SVE, weil nach dem Stotterstart gegen den hessischen Aufsteiger erst einmal Absicherung angesagt war. Beiden hätte eine Niederlage mehr wehgetan, als ein Sieg geholfen hätte.

Von daher muss jeder Beobachter nach dem Spiel konstatieren: So in etwa hätte man es erwarten können. Für volles Risiko war das Topspiel der Liga definitiv zu früh angesetzt worden. Im Rückspiel könnte das schon deutlich anders aussehen. Bis dahin sind aber noch jede Menge Ligaspiele zu absolvieren.

Der FCS zeigte keine schwache, aber auch keine überragende Leistung. Defensiv stand man gut, aber stellenweise nicht kompakt genug. Der Spielmacher Markus Obernosterer tummelte sich häufig auf einer Linie mit den beiden Stürmern Behrens und Schmidt, die beiden Außenspieler Jänicke und Müller waren von Dirk Lottner weiter nach hinten beordert worden als noch in Ulm. So entstanden im Mittelfeld große Lücken, die von den beiden zentralen Spielern Zeitz und Zellner alleine nicht zu füllen waren. Der große läuferische Aufwand auf dieser Position forderte seinen Tribut: Steven Zellner, eigentlich unersetzbar, wurde schon nach knapp einer Stunde ausgewechselt.

Man könnte diskutieren, ob der FCS in Elversberg mit einer Viererkette und dementsprechend zwei Außenspielern pro Seite besser bedient gewesen wäre als mit der zentrumsfixierten Dreierkette. Bei zufriedenstellender Umsetzung der taktischen Vorgaben ist die Grundordnung einer Mannschaft aber zweitrangig: Dirk Lottner wollte seine schnellen Offensivspieler in direkten Laufduellen gegen die Elversberger Defensivreihe sehen, in solche Laufduelle kam die Mannschaft zu selten. Deshalb stehen unter dem Strich weniger gesetzte Offensivakzente als im Vorfeld erhofft.

Generell ist es viel zu früh in der Saison, um bereits die Systemfrage zu stellen. Die Mannschaft muss sich finden, die Grundordnung verinnerlicht werden. Vier Punkte aus zwei Auswärtsspielen sind ein guter Saisonstart für den FCS, in den kommenden Wochen kann sich durch Siege gegen Kassel und Völklingen bereits oben festgesetzt werden. Dazu wartet das Pokalspiel gegen Union Berlin und die Chance auf eine deutschlandweit beachtete Leistung. Der FCS hat also Grund genug, freudig in die nahe Zukunft zu blicken.

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