Sinn und Unsinn der Nations League

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Foto: Marius Mandache/Pixabay

Am Mittwoch wurden die Gruppen der neuen Nations League ausgelost, die den Nationalmannschafts-Fußball ab dem Jahr 2018 wieder attraktiver machen soll. Testspiele werden ersetzt durch ein Ligensystem. Doch die Nations League stößt schon länger auf viel Kritik. Ist sie nur ein weiterer Schritt in Richtung vollkommener Kommerzialisierung des Fußballs? Oder bringt sie tatsächlich Vorteile mit sich?

Die Nations League macht die Nationalmannschaft endlich wieder attraktiv!

Über Sinn und Unsinn der neu eingeführten Nations League wurde viel gestritten. Das Argument der UEFA ist aber vollkommen nachvollziehbar: Freundschaftsspiele sind nur noch äußerst selten ausverkauft, die Nationalmannschaften Europas elektrisieren eigentlich nur noch bei großen Turnieren. Also ist es doch eine gute Idee, ein Ligensystem einzuführen. Das sieht folgendermaßen aus: Es gibt vier Ligen, die untereinander noch einmal in vier Gruppen eingeteilt werden. Liga A ist die am stärksten besetzte Liga, die vier Sieger der Liga A spielen in einem Klein-Turnier noch einmal den Gesamt-Champion aus. Vor allem die Möglichkeit des Auf- und Abstiegs ist interessant und macht die Partien zu mehr als nur Freundschaftsspielen. Wer in seiner Gruppe den letzten Platz belegt, steigt eine Liga ab. Die Meister steigen auf. Durchaus ein Anreiz also, in einer Gruppe mit den Niederlanden und Frankreich, wie Deutschland sie gezogen hat, mit einer stark besetzten Mannschaft anzutreten und die Spiele ernst zu nehmen. Denn wer will schon aus dem Kreis der europäischen Top-Teams absteigen? Nationalmannschafts-Spiele gewinnen mit der neuen Nations League also wirklich an Attraktivität.

Die Nations League ist nur der verzweifelte Versuch, noch mehr Geld zu scheffeln

Die UEFA findet es also blöd, dass ihre Stadien bei Nationalmannschafts-Spielen nicht mehr ausverkauft sind. Und die unvermeidbare Lösung ist ein neues Turnier. Spannende Spiele werden versprochen. Nervenkitzel, Adrenalin. Doch werfen wir einen Blick in die jüngere Vergangenheit. Da wurden im internationalen Fußball so einige Turniere neu erfunden, um attraktive Spiele zu schaffen. Die Klub-WM etwa. Oder den Super-Cup. Auch der Confed-Cup gehört im weiteren Sinne dazu. Elektrisieren diese Turniere irgendwen? Nein. Und der Grund ist einfach: Es sind künstlich erzeugte Gebilde, die mehr Geld in die Kassen spülen sollen. Der Fußball wird ausgeschlachtet. Nicht anders sieht es bei der neuen Nations League aus. Wenn die UEFA ihre Stadien wieder voll bekommen möchte, gäbe es eine andere Möglichkeit: Wie wäre es, wenn die inzwischen horrenden Ticketpreise für Nationalmannschaftsauftritte einfach mal kräftig runtergeschraubt würden? Das klingt verrückt, ich weiß.

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